Schmid zieht wohl in Landtag ein

Wer wird neuer Oktoberfest-Chef? Kleine Wiesn-Wirte haben einen Wunsch

+
Das Oktoberfest 2018 wird das letzte für Schmid als Wiesn-Chef sein.

Zweiter Bürgermeister Josef Schmid zieht mit einiger Wahrscheinlichkeit in den Landtag ein. Doch wer wird neuer Wiesn-Chef? Die kleinen Oktoberfest-Wirte wünschen sich wieder eine Identifikationsfigur.

München - Ihr Gesicht stand für das Oktoberfest – ob in Landshut oder Las Vegas: Gabriele Weishäupl (71) war 27 Jahre lang Münchens Wiesnchefin, bis sie 2012 in Rente ging. Nun wünschen sich viele der kleinen Wiesnwirte: Es muss eine neue Frau Weishäupl her!

Die Diskussion flammt wieder auf, da München wohl bald den Posten des Wiesnchefs oder der Wiesnchefin wieder zu besetzen hat. Der derzeitige Boss des Oktoberfests, Bürgermeister Josef Schmid (48, CSU), zieht mit einiger Wahrscheinlichkeit in den Landtag ein.

Ab 1985 hatte die gebürtige Niederbayerin Weishäupl als Chefin des Fremdenverkehrs- beziehungsweise späteren Tourismusamtes auch die Wiesn geleitet (BR-Lebenslinien zu Gabi Weishäupl am 24.9., 22 Uhr). Doch nachdem sie 2012 in Rente ging, löste die Stadt das Amt auf und unterstellte es dem Wirtschaftsreferat. Seitdem ist der Wirtschaftsreferent auch Wiesn-Chef - das Amt mit einem Politiker besetzt.

27 Jahre lang das Gesicht der Wiesn: Gabriele Weishäupl. 

Einige der Wirte der kleinen Wiesn-Zelte würden sich jedoch eine Person wünschen, die Zeit hat, sich vorrangig um die Wiesn und das Image Münchens zu kümmern.

„Es wäre gut, wenn es jemanden gäbe, der das Oktoberfest auf der ganzen Welt vertritt. Die Politik hat so viele Aufgaben. Das müsste eine Person sein, die sich mit dem Thema Tourismus gut auskennt“, sagt Kleine-Wirte-Sprecher Lorenz Stiftl („Zum Stiftl“).

Lindinger: „Wiesn hat weltweite Strahlkraft - sollten Werbeeffekt für München nutzen“

Auch Otto Lindinger („Bodos Cafézelt“) zeigt sich von der Idee angetan: „Unsere Wiesn hat weltweit so eine Strahlkraft, mich würde es freuen, wenn wir den Werbeeffekt für München wieder nutzen.“ Dafür brauche es jemanden, der mit Bildern und Emotionen die bayerische Lebensfreude transportiere. „Auch unter dem Jahr würde München davon profitieren.“

Der deutschsprachige Raum müsse bei der Wiesn-Vermarktung wieder mehr erreicht werden, findet Manfred Schauer („Auf geht’s beim Schichtl“). „Wir brauchen einen Sprecher, der die Wiesn mit Empathie vertritt.“ Und Gabriele Weishäupl? Sie sehe es als großes Kompliment für ihre Berufstätigkeit, wenn ihr Name noch heute falle, sagt sie auf Anfrage unserer Zeitung. Letztlich müsse die Stadt entscheiden, wie sie sich in Sachen Wiesn-Chef aufstellen wolle.

Das könnte Sie auch interessieren:  Nach überraschendem Wiesn-Aus: Horrorszenario für BRK wohl eingetreten

Auch interessant

Kommentare