Millionen Besucher erwartet

Polizeisprecher vor Oktoberfest-Start: „Der sicherste Ort der ganzen Stadt“

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Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Münchner Polizei auf dem Oktoberfest.

16 Tage lang wird München im Ausnahmezustand sein: Millionen Menschen werden auf das Oktoberfest 2018 strömen. Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins erklärt die Wiesn aus Sicht der Polizei. 

München - Ab kommenden Samstag strömen täglich wieder Hunderttausende Menschen über die Theresienwiese. Die vergangenen zwei Jahre nahmen die Besucherzahlen ab - heuer hingegen könnte es auf der Wiesn wieder richtig voll werden. Ein Grund: Die Menschen fühlen sich wieder sicher. Damit das auch so bleibt, kündigte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins gestern selbstbewusst an: „Wir haben in diesem Jahr wieder alles daran gesetzt, die Theresienwiese für die kommenden 16 Tage zum sichersten Ort in der ganzen Stadt zu machen.“ 

Ein Versprechen, das eine Behörde der Bevölkerung nicht ohne Weiteres gibt. Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Werner Feiler: „Zwar ist die abstrakte Gefahr nach wie vor hoch, derzeit gibt es aber keine konkreten Hinweise auf eine Gefahrenlage.“ Die Münchner Polizei ist mit 600 Beamten auf dem Gelände und rund um die Wiesn im Einsatz. Darunter befinden sich auch Zivilpolizisten, Taschendiebfahnder und Super-Recogniser. Letztere sind Polizisten mit der speziellen Fähigkeit, sich gut Gesichter einprägen zu können. In einem Feldversuch sollen sie im Festtrubel gesuchte Straftäter ausfindig machen. 

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Oktoberfest 2018: Sicherheitszaun der letzten beiden Jahre wurde abgeschafft

Insgesamt 47 Videokameras überwachen das Gelände - das sind zehn mehr als vergangenes Jahr. 20 Polizisten werden mit einer Bodycam, die an der Uniform befestigt ist, auf Streife gehen. Die Hügel entlang der Bavaria sollen noch besser ausgeleuchtet und überwacht werden. Gegen 41 gewaltbereite Menschen hat die Stadt auf Bitten der Polizei ein Betretungsverbot ausgesprochen. Darunter sind Schläger, Diebe und Sexualstraftäter. 

Neu: Der vor zwei Jahren so heilvoll angepriesene Sicherheitszaun kommt nicht mehr zum Einsatz. Alleine das jährliche Aufstellen der Barriere verursache zu hohe Kosten, heißt es aus dem Rathaus. Dafür wird ein herkömmlicher Bauzaun aufgestellt. Der Kommunale Außendienst (KAD) ist mit 80 Kräften unterwegs. Bleibt nur zu sagen: Auf eine sichere Wiesn! 

Lesen Sie alle Infos zum Oktoberfest 2018 in unserem Live-Ticker.

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