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Oktoberfest 2018: Sanitäterin weiß sich zu wehren

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Von: Sarah Brenner

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Weiß, wie man sich schützt: Rettungsassistentin Natalie Moraske von der Aicher Ambulanz.
Weiß, wie man sich schützt: Rettungsassistentin Natalie Moraske von der Aicher Ambulanz. © Achim Schmidt

Vorbereitung ist die halbe Miete – das musste eine Mitarbeiterin der Aicher Ambulanz am Samstagabend am eigenen Leib erfahren. Im wahrsten Sinne des Wortes.

München - Gegen 19 Uhr hatte sich die Rettungsassistentin Natalie Moraske (34) um eine aufgeregte Wiesn-Besucherin gekümmert. Weil der Warteraum des Sanitätsstüberls zu Füßen der Bavaria zu der Zeit allerdings schon ziemlich gut gefüllt war, nahm Moraske die Frau ein Stück zur Seite. Plötzlich, so erzählt sie, habe sie aus dem Augenwinkel einen angetrunkenen Mann in den Warteraum stürmen sehen. Danach ging alles ganz schnell.

„Der Fremde riss die Hand nach oben“, erzählt Moraske, „so, als wollte er uns angreifen“. Ganz automatisch versuchte die Sanitäterin, ihre Patientin zu schützen. „Ich habe ganz laut und bestimmt ,Stopp‘ geschrien“, erzählt sie. Gleichzeitig hielt sie ihre Arme in einem 90-Grad-Winkel vor sich. So, wie sie es vor ein paar Monaten gelernt hat.

Darum wusste die Rettungsassistentin sofort was zu tun ist

Seit Januar bietet die Aicher Ambulanz ihren Mitarbeitern kostenlose Selbstverteidigungskurse an: Wie bewahrt man in brenzligen Situationen Ruhe? Wie verschafft man sich Gehör? Und: Wie setzt man sich im Ernstfall zur Wehr?

Natalie Moraske wusste am Samstagabend sofort, was zu tun ist. Bevor der Unbekannte zuschlagen konnte, war der Sicherheitsdienst zur Stelle und brachte den Mann nach draußen. Was danach geschah, ist unklar. „Aber“, sagt Moraske, „wenn der Mann unsere Hilfe braucht, heißen wir ihn selbstverständlich jederzeit ganz herzlich bei uns willkommen.“

Hier finden Sie unseren Live-Ticker mit News zum Oktoberfest 2018 .

Sarah Brenner

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