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Nur wenige fallen negativ auf

OB-Kandidaten im großen Trachten-Check: Wer hat das beste Wiesn-Outfit

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Kristina Frank von der CSU ist „perfekt angezogen“.

Passend zum Oktober haben sich die Münchner OB-Kandidaten in ihre Tracht geschmissen. Wir bewerten die Kleidung der Politiker.

München: Es ist Wiesn – und gleichzeitig Wahlkampf. Eine gewagte Mischung. Am 15. März 2020 findet die Kommunalwahl statt. Ob überhaupt und wenn von wem der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) vom Thron gestoßen wird – das weiß derzeit zwar noch der Himmel (der Bayern). Fakt ist aber: Die Konkurrenz kann sich zumindest optisch überwiegend sehen lassen. Zum Wiesn-Start am Samstag kamen die Kandidaten alle ordentlich auf’gmaschelt. Trachten-Expertin Sarah Tack (Foto) von der Boutique „Dirndl Liebe“ hat die Outfits unter die Lupe genommen. Viel Spaß beim Schmunzeln!

Kristina Frank von der CSU: „Groß auffallen wird die Frau Frank mit diesem Dirndl zwar nicht“, meint Trachten-Expertin Sarah Tack. Aber: „Trotzdem ist sie perfekt angezogen.“ Die Schuhe, die Schürze, die Blume im Haar, „ich hab nichts zu meckern“. Ideal sei auch die traditionelle Länge des Rocks. Note 1 minus.

Kristina Frank von der CSU ist „perfekt angezogen“.

Oberbürgermeister Dieter Reiter von der SPD: „Uh, der is aber fesch“, flötet Trachten-Expertin Sarah Tack. Die Lederhose: „ungewöhnlich, aber total im Trend“. Die Weste: „lässig“. Das Outfit sei so durchdacht, „das könnte glatt seine Frau rausgesucht haben“. Besser wäre bloß ein weißes Hemd gewesen. Eine 1 minus.

OB Dieter Reiter von der SPD zeigte sich „lässig“, lag aber im Trend.
Katrin Habenschaden von den Grünen überzeugte zwar mit Einzelteilen, doch das Gesamtkonzept war nicht stimmig.

Katrin Habenschaden von den Grünen: „Sie ist etwas übers Ziel hinausgeschossen“, findet unsere Expertin. Die Einzelteile seien zwar super. „Die Schürzenfarbe ist cool, und auch ihre halbhohen Stiefeletten sind gerade total in.“ Aber: „In der Kombi wirken die Teile nicht.“ Alles in allem gibt’s ein gut gemeintes Gut – Note 2. 

Richard Progl von der Bayernpartei: „Hat der etwa eine Krawatte zum Janker kombiniert?“, fragt Trachten-Expertin Sarah Tack und lacht. „Die muss weg.“ Farblich ein Fehler seien auch die grünen Loferl. „Der Herr is doch von der Bayernpartei, oder? Warum greift der denn in den Farbtopf der Konkurrenz?“ Ansonsten sei das Outfit aber „sehr lässig.“ Note 2.

Richard Progl von der Bayernpartei kam mit Krawatte.

Jörg Hoffmann von der FDP: Hier passt vieles zusammen: Die Socken farblich zur Joppe, die Lederhose zum klassischen weißen Hemd. „Ich finde auch gut, dass er zwei Knöpfe offen gelassen hat. Das wirkt gleich viel lockerer“, sagt die Expertin. „Mit einem Stehkragenhemd wäre der Look perfekt gewesen.“ So gibt’s „bloß“ eine 1 minus.

Jörg Hoffmann von der FDP erschien in einer fast perfekten Tracht.

Thomas Lechner von den Linken: „So bitte nicht auf die Wiesn!“, mahnt die Expertin. „Der blaue Stick sei zwar cool, die Lederhose aber viel zu groß. Das T-Shirt: „zu sehr Wahlkampf – und der darf auch mal Pause machen“. Übrigens, so Tack, „wenn’s schon ein Shirt sein muss, dann bitte zur Jeans. „Trachtenfasching braucht keiner.“ Note 5 minus.

Thomas Lechner von den Linken zeigte sich unkonventionell und mit einer politischen Botschaft.

Tobias Ruff von der ÖDP: „Hä, was hat denn der gemacht?“, fragt unsere Expertin und lacht. „Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Herr seine Lederhosen-Träger falsch herum angezogen hat.“ Noch dazu passe der Liegekragen nicht zur Joppe. Der sei „zu sackig“. Total im Trend allerdings: das schlichte Hemd. Tacks Fazit: Note 4.

Tobias Ruff von der ÖDP konnte mit einem schlichten Hemd punkten.

Hans-Peter Mehling von den Freien Wählern: Bei Mehlings Anblick verfällt unsere Expertin erst einmal ins Bairische: „Mei, der hot a gscheide Lederhosn o!“ Nämlich eine hirschlederne. Charivari, Gürtel und Hut zaubern einen „lässigen Style – ideal für einen verregneten Wiesn-Bummel“. Einziges Manko: „Die Socken müssten dunkler sein.“ Note 1 minus.

Hans-Peter Mehling von den Freien Wählern in Träger einer „hirschledernen Lederhosn“.

Für Frauen, die nicht auf eine klassische Tracht stehen, gibt es Alternativen, mit denen man sich auf dem Oktoberfest sehen lassen kann. In jedem Jahr gibt es aber auch vermeintlich traditionelle Outfits zu sehen, die negativ auffallen.

Video: Oktoberfest 2018: Die Wiesn-No-Gos beim Dirndl

Sarah Brenner, Stéphanie Mercier

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