Kein gutes Bild

Viele Oktoberfest-Zelte fallen bei diesem Test krachend durch - Wirte kündigen anonyme Kontrollen an

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Bier gehört zum Oktoberfest - für Minderjährige sollte das aber nicht der Fall sein (Symbolbild).

Ein Jugendschutz-Test auf dem Oktoberfest in München hat jetzt gezeigt, wie die Kontrollen in den Bierzelten stattfinden - das Ergebnis ist alarmierend.

Update 12.15 Uhr: Nach dem Jugendschutz-Test haben die Oktoberfest-Wirte jetzt angekündigt, anonyme Kontrollen in ihren Zelten einzuführen, um den Jugendschutz zu stärken. Wirtesprecher Peter Inselkammer sagte am Montagmittag: „Alle Servicemitarbeiter werden eindringlich darauf hingewiesen, genau zu kontrollieren, wie alt die Jugendlichen sind.“ Die Kontrollen sollen Fehler von Service-Mitarbeitern vermeiden. Ein Vergehen gegen die Auflagen des Jugendschutzes werde in der Regel mit einer Abmahnung geahndet. Bei wiederholtem Vergehen folge üblicherweise die Kündigung, so Inselkammer.

Das Testergebnis (siehe Erstmeldung) wollten die Wirte so nicht stehen lassen, betonten Inselkammer und Vize-Wirtesprecher Christian Schottenhamel. „Wir sind in engem Kontakt mit dem Jugendamt und haben intern ein ganzes Bündel an Maßnahmen besprochen, damit unser Personal noch besser aufpasst“, sagte Schottenhamel. Mit neuen Flyern werde zum Beispiel in der Festhalle Schottenhamel künftig noch deutlicher auf den Jugendschutz hingewiesen. Und Inselkammer kündigte an: „Um solche Fehler von einzelnen Service-Mitarbeitern zu vermeiden, werden wir jetzt von unserer Seite aus anonyme Kontrollen im Zelt einführen.“

München: Undercover-Test auf dem Oktoberfest mit Schock-Fazit

Erstmeldung vom 30.09:

München - Bier und das Oktoberfest - untrennbar miteinander verbunden. Ein Reporter-Team hat jetzt getestet, wie es um den Jugendschutz rund ums Bier auf dem Oktoberfest steht. Der Check dürfte einige aufhorchen lassen.

Eigentlich ist es ganz klar geregelt: Erst wer 16 ist, darf im Freistaat Bayern Bier trinken. Der Radiosender Gong 96.3 hat jetzt das Oktoberfest einem Check unterzogen. Ziel war es, herauszufinden, wie leicht es für Minderjährige ist, in den Festzelten an Bier zu kommen. Der Test wurde vergangene Woche abseits der Stoßzeiten an einem regnerischen Nachmittag durchgeführt. Das Ergebnis lässt das Oktoberfest in keinem guten Licht dastehen.

Auch diesen Erwachsenen hätte ein Jugendschutz auf dem Oktoberfest gutgetan, wie Merkur.de* berichtet.

München: Oktoberfest fällt im Jugendschutz-Test krachend durch

Ein 13-jähriges Mädchen und ein 14-jähriger Junge wurden als Testpersonen von Gong 96.3 auf das Oktoberfest geschickt. In jedem der 14 großen Zelte sollten sie Bier bestellen und schauen, ob eine Jugendschutz-Kontrolle stattfindet. Das Ergebnis: Test nicht bestanden! In sechs von 14 Zelten wurde den Testpersonen ohne Murren eine Maß ausgeschenkt. In den restlichen acht Zelten wurde immerhin nach Alter und Ausweis gefragt. Dort bekamen die zwei kein Bier. 

Spontane Oktoberfest-Show: Hüllenloser Biergarten-Besucher begeistert das Netz.

Oktoberfest in München: Jugendschutz-Test mit mangelhaftem Ergebnis

Das Oktoberfest ist besonders zu den Stoßzeiten für Bedienungen stressig und chaotisch. Vor allem die Massen an Besuchern können die Aufmerksamkeit für die einzelne Person schon mal schwächen. Dadurch, dass der Test jedoch zu ruhigen Zeiten durchgeführt wurde, erscheint die Bilanz doch alarmierend.

Video: Tracht auf de Wiesn - das war nicht immer so

Der BR blickt in die Vergangenheit und bemerkt: Nicht immer gingen die Münchner mit Tracht auf das Oktoberfest. Von der ersten Wiesn bis heute - so sahen die Wiesn-Besucher aus. Doch von Dirndl und Lederhosen keine Spur. Woher stammt also der Trachten-Trend?

Für eine witzige Aktion im Fitness-Studio sorgten zwei Oktoberfest-Fans. Sie trainierten für die Wiesn. Auf dem Oktoberfest passiert auch Tragisches. Für einen 22-Jährigen endete ein Wiesn-Besuch tödlich. Die Polizei hat auf dem Oktoberfest einen Mann kontrolliert, der fremde Menschen beim Gehen fotografiert hatte. Anschließend wurde sein Handy kontrolliert - der Inhalt ließ staunen. Ein Wirt aus Bad Füssing hat Anzeige gegen die Brauereien auf dem Oktoberfest erstattet. Sein Vorhaben würde die Wiesn in München grundlegend verändern. Die Geschichte des diesjährigen „Wiesn-Gentleman“ rührt zu Tränen.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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