Twitter-Marathon der Wiesnwache

Dumm gelaufen: Wiesn-Besucher schneidet Polizei das Wort ab - hat er nur „Bier“ verstanden?

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Die Münchner Polizei ist auf dem Oktoberfest im Dauereinsatz.

Die Münchner Polizei twittert live von der Wiesnwache. Zwischen Teufelsrad und Gummischwert haben die Beamten immer was zu tun.

17.20 Uhr: Wer aus dem Zelt fliegt, sollte vorsichtig sein und lieber machen, was Security-Mitarbeiter und Polizisten sagen. Oder zumindest erstmal die Beamten ausreden lassen und zuhören. Ein Oktoberfest-Besucher wollten offenbar genau das nicht machen.

Die Polizei berichtete während ihres Twitter-Marathons am Freitag von einem Randalierer, der aus dem Zelt entfernt wurde. „Sie haben zwei Möglichkeiten“, erklärten ihm die Beamten, „A: Sie beruhigen sich wieder und verlassen die Wiesn. Oder B:...“ Doch die Polizisten kamen offenbar gar nicht so weit, die Alternative zu nennen. „B!“, antwortete der Mann vorschnell. 

Doch das war die „Falsche Antwort. Auf zur Wiesnwache“, schreibt die Polizei bei Twitter. Der Aufmüpfige hatte wohl gehofft, Antwort B hätte ihm den erneuten Eintritt ins Festzelt ermöglicht - leider nein. 

Eine Twitter-Userin hat noch eine andere Idee. „Ich glaube, der hat nur Bier verstanden“, kommentierte sie unter dem Tweet. Eine andere schrieb: „Glaube, der wünscht sich gerade, er hätte A genommen.“

Eine kuriose Aktion lieferte die Polizei auf Twitter. Dort wurden bayerische Floskeln auf eine besondere Art und Weise erklärt. 

Oktoberfest: Gegen Kleidungskodex verstoßen - Polizei muss Besucher „ausziehen“

13.20 Uhr: Eigentlich ist der Kleidungskodex auf dem Oktoberfest gesetzt. Die meisten Besucher kommen in Dirndl oder Lederhose. Einige nehmen das Fest auf der Theresienwiese dennoch als Anlass, sich zu verkleiden. 

Wie die Polizei im Zuge ihres Twitter-Marathons zeigt, mussten die Beamten einen als Bösewicht „Skeletor“ verkleideten Besucher entwaffnen. Obwohl es sich nur um ein Gummischwert handelte, musste er sein Kostüm samt Umhang, Maske und Waffe bei der Wiesnwache lassen.

„Waffen haben auf der Wiesn nichts verloren, auch wenn sie nur so ausschauen“, schrieben sie dazu. Schlimmeres hat sich laut Twitter-Account zum Glück noch nicht ereignet. „Schön, dass es für uns noch ruhig ist. Aktuell haben keine Einsätze“, twitterten sie um 13.20 Uhr.

„Jetzt noch einmal für alle Preißn“: Münchner Polizei startet mit besonderer Aktion

Update vom 27. September, 12.05 Uhr: Pünktlich um zwölf ist der Startschuss für den Twitter-Marathon der Polizei München gefallen. Der erste Tweet ist ein Video. In der Vogelperspektive zeigt es sechs Beamte, die mit Laptops bewaffnet auf dem Teufelsrad Platznehmen. „Auf gehts!“, schrieben sie dazu.

Erstmeldung vom 26. September 2019: München - Die Münchner Polizei erlebt während des Oktoberfests jedes Jahr einen Ausnahmezustand. Mehrere Millionen Besucher besuchen die Festwiese und die Polizei muss ständig ausrücken. Im Jahr 2018 kam es zu 924 Straftaten.

Dennoch haben die Beamten noch nicht den Humor verloren. Am Freitag soll es ab 12 Uhr einen Twitter-Marathon von der Wiesnwache geben. In einem Video kündigte die Polizei München den „Zwitscher-Marathon“ an.

Oktoberfest: Wiesnwache kündigt „Zwitschermarathon“ an

Die Münchner Vogelpfeiffer vom Oktoberfest haben die Meldung vorgezwitschert. Untertitel machten die vogelhafte Nachricht verständlich. „Servus beinand, hobts es scho gwusst? Bei de Wiesnschandis gehts boid wieder los. Scho den Freitag ab 12e gehts auf zum Zwitschermarathon in da #Wiesnwache“, heiß es im Video, „Oh, da gfrei ma uns schon narrisch drauf.“

„Host es gheart? Da samma dabei. Do mias ma drodenga, des muas si ausgeh!“, antwortete prompt der Polizeihund bellend. Mit der Annahme, dass nicht alle des Bayerischen mächtig sind und den Inhalt des Videos verstanden haben, schrieb die Polizei abschließend: „Und jetzt noch einmal für alle Preißn: Am Freitag, 27. September 2019 ab 12 Uhr startet die #Wiesnwache auf unserem Twitteraccount @polizeimuenchen live vom Münchner Oktoberfest.“

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Oktoberfest: Die Polizisten wagten sich 2018 sogar aufs Teufelsrad

Dass die Münchner Polizei Humor hat, zeigen sie immer wieder. Auf dem Oktoberfest 2018 wagten sich die Beamten sogar mit Oberbürgermeister Dieter Reiter auf das Teufelsrad.

Oktoberfest 2018: OB Dieter Reiter mit Polizisten auf dem Teufelsrad.

Oktoberfest 2019: Zahlreiche Einsätze halten die Polizei auf Trab

Während der Wiesn ereignen sich immer zahlreiche Straftaten und die Wiesnwache muss ständig ausrücken. Eine Touristin erlebte schlimmes mit einer neuen Bekanntschaft. Die Beamten schritten ein. Ein anderer Oktoberfest-Besucher wurde vor einem Zelt bewusstlos geschlagen. Der Dirndl-Trend auf dem Oktoberfest hält weiter an. In einer RTL-Sendung werden verschiedene Styles bewertet - zulasten einer Probandin. Zu einer Protestaktion kam es am Freitag. Klimaaktivisten hissten Banner. Für eine witzige Aktion im Fitness-Studio sorgten zwei Oktoberfest-Fans. Sie trainierten für die Wiesn.

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