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Absage droht

Corona-Wirbel: Ein Gedanke lässt Oktoberfest-Legende jetzt schon schaudern - „So eine Wiesn will keiner“

Wiggerl Hagn und Tochter Stephanie Spendler beim Einzug der Wiesnwirte.
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Wiggerl Hagn (mit Tochter Stephanie) hofft auch heuer auf eine riesige Wiesn-Gaudi

„Große Feste sind unmöglich“, das machte Ministerpräsident Markus Söder im ZDF klar. Bedeutet dies das Aus für die Wiesn - oder wäre das Oktoberfest mit Maskenpflicht denkbar?

  • Angesichts der Corona-Krise* steht das Oktoberfest 2020* auf der Kippe.
  • Ministerpräsident Markus Söder erklärte im ZDF, dass „große Feste“ unmöglich seien.
  • Nun bangen die Wiesnwirte um das Oktoberfest

München - Manchmal ist im Leben ja der Wunsch der Vater des Gedanken. Das dürfte auch für die Unbekannten gelten, die diese Woche ein Transparent an die Bahn-Brücke über der Poccistraße anbrachten: „Aba d’Wiesn geht si zam, oda“, ist darauf in großen schwarzen Lettern zu lesen. Ein herziger Wiesn-Wunsch – der aber wohl platzen wird. Denn die meisten Experten sind sich einig: Auf dem Oktoberfest kommt heuer niemand zusammen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) machte am Dienstag in einem Interview im heute-journal des ZDF klar: „Große Feste sind ­unmöglich!“

Oktoberfest 2020: Ist eine Maskenpflicht die Lösung?

Deutliche Worte von Bayerns Krisen-Manager. In den vergangenen Tagen war dem Landesvater mehrfach anzumerken, dass ihn die Münchner Diskussion über das größte Volksfest der Welt verwundert, wenn nicht gar nervt. Solange man keinen Impfstoff habe, werde es intensive Sicherheitsmaßnahmen brauchen, stellte Söder fest. Und das werde dauern. Zur Erinnerung: Mediziner betonen immer wieder, dass es ein wirksames Anti-Corona-Mittel* frühestens 2021 geben werde. Heißt: Wenn man das Oktoberfest (das heuer vom 19. September bis 4. Oktober dauern soll) nicht eh ganz streicht, müssten die Gäste zumindest Masken tragen und den Sicherheitsabstand einhalten. Wenn…

Vom Bild oben träumen viele in Corona-Zeiten, wie das Transparent rechts zeigt.

Ein Gedanke, der Wiesnwirte-Legende Wiggerl Hagn erschaudern lässt. „Das wäre natürlich das Aus. So eine Wiesn will keiner“, sagt der 80-Jährige, dessen Tochter Stephanie das Löwenbräuzelt betreibt. Eine Abstandsregel ließe sich bei der Enge nicht umsetzen. Eine Meinung, die Wirte-Napoleon Richard Süßmeier teilt: „Masken? Dann ist es besser, man lässt die Wiesn ausfallen“, betont der 89-Jährige, der von 1958 bis 1984 Chef im Armbrustschützenzelt war. „Eine Absage würde ganz München und viele Menschen hart treffen.“ Besonders für die kleinen Standlbesitzer stelle die Wiesn das Jahreseinkommen dar, so Süßmeier. „Aber vielleicht löst sich der ganze Virus-Spuk ja auch in ein paar Wochen auf. Ich drücke die Daumen.“ Auch Wiggerl Hagn hat die Hoffnung auf ein gutes Ende noch nicht aufgegeben: „Wir müssen jetzt mal abwarten. Bis zum 15. Juli ist Zeit, ohne große Verluste einen Zelt­aufbau abzubrechen.“

Ein Leben ohne das Oktoberfest kann er sich offenbar nicht vorstellen. Auf die jüngst verkündete Wiesn-Absage hat ein Mann aus München auf seine Weise reagiert.

Deswegen hat auch die Stadt eine Entscheidung bisher vertagt. Auf der Internetseite muenchen.de wird der Besucher noch herzlich willkommen geheißen – „zum 187. Oktoberfest“, das „Stimmung, Tradition und Gemütlichkeit“ verspricht. Und OB Dieter Reiter betonte schon mehrmals, dass es keine „Grundlage“ gebe, das Fest jetzt schon abzusagen. Anfang Juni könne man immer noch entscheiden, so der Tenor.

Findet das Oktoberfest 2020 statt? Wir haben mit Münchens Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärnter gesprochen. Ein zentrales Wort dabei: Verantwortung.

Oktoberfest 2020 wegen Coronavirus fraglich: Reservierungs-Anfragen zurückhaltender

In einigen Zelten ist auch die Zahl der Reservierungen deutlich zurückgegangen, wie ein weiterer Insider sagt. Zuletzt hatte Wirtesprecher Peter Inselkammer der tz bereits bestätigt, dass die Anfragen ein bisserl zurückhaltender kämen. Klar: Haben viele Firmen und auch Gäste aus dem Ausland doch derzeit andere Probleme, als sich im Herbst einen Platz auf einer Bierbank zu sichern. Ein Umstand, der Hagn aber nicht beunruhigt: „Sollte die Wiesn doch irgendwie stattfinden, ist sie schnell rappelvoll. Weil die Leute ja dann was zu feiern haben – das Corona-Ende.“ Womit wir wieder bei dem Transparent über der Poccistraße wären – und bei Wiesn-Träumen.

Noch ist es lange hin bis September. Doch schon jetzt stellt sich die Frage, ob angesichts der Corona-Pandemie das Oktoberfest 2020 stattfinden kann. Wäre eine Wiesn nur für Einheimische eine Lösung?

Die Stadt will sich mit der Entscheidung, ob das Oktoberfest 2020 stattfindet, noch Zeit lassen. Ein bekannter Virologe hat jetzt deutliche Worte geäußert.

Das Oktoberfest stehe auf der Kippe, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Menschen aus München haben sich jetzt Aktionen ausgedacht, damit die Wiesn heuer doch stattfinden kann.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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