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„Mister Spaten“ Dieter Soltmann: Söder, Stoiber und Co. nehmen Abschied

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Von: Maria Zsolnay

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Der ehemalige Brauerei-Boss Dieter Soltmann. Am Tag vor dem Wiesn-Start fand er seine letzte Ruhe.
Der ehemalige Brauerei-Boss Dieter Soltmann: Am Tag vor dem Wiesn-Start fand er seine letzte Ruhe. © Heinz Weißfuß

Er findet seine letzte Ruhe am Tag vor dem Anzapfen: Dieter Soltmann. Markus Söder, Edmund Stoiber und Co. nehmen am Tag vor dem Wiesn-Start Abschied.

München - Was für ein Datum für einen ehemaligen Brauerei-Boss: Genau einen Tag vor dem Anzapfen, einen Tag bevor München und sein Bier wieder in aller Munde sind, gedachte München Dieter Soltmann (†87) dessen Leben untrennbar mit dem Gerstensaft verbunden war.

Der gebürtige Münchner war 25 Jahre Chef der Spaten-Franziskaner-Brauerei. Ende Juli schloss er für immer die Augen, im August fand die Beisetzung im engsten Familienkreis statt. Jetzt, nach der Sommerpause und einen Tag vor der Wiesn (alles zu den Wiesn-Reservierungen), verabschiedete man Soltmann mit einem Trauergottesdienst in St. Peter, im Herzen der Stadt. Und alle kamen sie: Ministerpräsident Markus Söder, Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, Klaus Josef Lutz, Präsident der Handelskammer, zahlreiche Unternehmer, Firmenbosse, Kollegen, Weggefährten und natürlich die Familie, seine Frau Ursula Soltmann, sein Sohn Maximilian mit Ehefrau Maxie.

Dieter Soltmann: Einer der einflussreichsten Wirtschaftsgrößen der Stadt

Sie nahmen Abschied von einer der einflussreichsten Wirtschaftsgrößen der Stadt. Fast ein Vierteljahrhundert prägte er die Geschicke an der Spitze der Spaten-Franziskaner-Brauerei, die seiner Familie Sedlmayr gehörte.

Ende der 1980er-Jahre war der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, anschließend Präsident der Internationalen Handelskammer und später Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelstags. Verdienstorden, Ehrenzeichen und Ehrendoktorwürden schmückten seinen Lebenslauf.

Nicht nur ein Geschäftsmann, ein erfolgreicher Manager, sondern auch ein Netzwerker

Doch Soltmann war nicht nur ein Geschäftsmann, ein erfolgreicher Manager, sondern auch ein Netzwerker. Einer, der im Bierzelt genauso zu Hause war wie bei Opernpremieren. Besonders an sein Engagement für die schönen Künste erinnerte der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer in seiner Rede in St. Peter. Beide waren Freunde und Förderer der Salzburger Festspiele.

Neben Haslauer erinnerte auch Edmund Stoiber an besondere, gemeinsame Zeiten. Soltmann war zu Stoibers Regierungszeit sein wichtigster wirtschaftlicher Berater, „seine Bank“, wie er sagte. Und auch Oberbürgermeister Dieter Reiter richtete tröstende Worte an die Witwe: „Wir werden ihrem Mann in München stets ein ehrendes Andenken bewahren.“ Ebenfalls dabei: Otto Wiesheu und Maximilian Heiden, die mit Maxie Soltmann die Fürbitten lasen. MARIA ZSOLNAY

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