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Wegen Wiesn-Ausfall: Streit um die Zugpferde - es geht um 45.000 Euro

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Streit um die Pferde: Hier trotten Brauereigespanne am Viktualienmarkt. © Angelika Warmuth/dpa

Auch die Rösser stehen beim Wiesn-Umzug im Mittelpunkt. In den letzten zwei Jahren war dem nicht so. Hofbräu will daher nicht für das Futter der Zugpferde zahlen.

München - Heißer Streit um die Kaltblüter! Vor dem Landgericht ging’s am Donnerstag um die Rösser, die den Hofbräu-Wagen ziehen – genauer gesagt um die Frage, wer für deren Futter und Unterkunft aufkommen muss. Weil die Wiesn in den beiden vergangenen Jahren ausfiel, will Hofbräu die fraglichen 45 000 Euro nicht an Pferdewirtin Rita Käser zahlen.

Es geht um Zugpferde der Rasse Belgisches Kaltblut

Es geht um Zugpferde der Rasse Belgisches Kaltblut. Sind sie nicht auf der Wiesn in München, auf der Hofbräudult oder ähnlichen Veranstaltungen im Einsatz, kümmert sich Käser auf dem Urthaler Hof in Sindelsdorf (Kreis Weilheim) um die Tiere. Grundlage dafür: ein Vertrag, den Käsers verstorbener Ehemann geschlossen hatte. Bei der letzten Verlängerung war eine Regelung ergänzt worden – mit der das Risiko eines Wiesn-Ausfalls auf Käser verlagert wurde. Diese Vereinbarung sei „verheerend für die Klagepartei“, so Richter Andreas Harz. Er machte der Pferdewirtin keine großen Hoffnungen (alles über Unterkünfte zur Wiesn-Zeit).

Auf den vom Gericht vorgeschlagenen Vergleichsvorschlag (16 000 Euro) wollte sich Gregor Höng, der den beklagten Hofbräu-Träger, den Freistaat Bayern, vertrat, nicht einlassen. Ende Januar wird weiterverhandelt. A. Müller

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