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Blaulicht-Partybus: Bundespolizei spielt Wiesn-Hits für Besucher – und nennt simplen Grund

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Von: Felix Herz

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Ein Spezialbus der Polizei sorgt auf der Hackerbrücke für Party-Stimmung unter den Wiesn-Besuchern. Die Bundespolizei in Feierlaune? Der Grund ist ein anderer.

München – Die Wiesn ist auch immer ein Fest der Schlager- und zuweilen auch Popmusik. Neben Bier im Überfluss, euphorische Wiesn-Besucher aus aller Welt und hart arbeitenden Bedienungen sorgt auch stets die jeweilige Zelt-Kapelle für Stimmung im Festzelt. Die Bundespolizei ist beileibe keine Kapelle – und doch spielt auch sie die Wiesn-Hits.

Oktoberfest 2022: Bundespolizei spielt Wiesn-Hits mit Spezialbus

Der Anstichtag, 17. September, brachte euphorische Wiesn-Stimmung, schlechtes Wetter und „Bierleichen“ im Minutentakt mit sich. Alles beim Alten also könnte man sagen. Auffällig war aber auch ein Spezialbus der Bundespolizei, der auf der Hackerbrücke stand. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Lautsprecherkraftwagen. Und er spielte Wiesn-Hits wie „Cordula Grün“, „Der Zug hat keine Bremse“ und „Hurra die Gams“.

Auf der Hackerbrücke steht ein Spezialbus der Polizei – und beschallt die Wiesn-Besucher (Symbolbild).
Auf der Hackerbrücke steht ein Spezialbus der Polizei – und beschallt die Wiesn-Besucher (Symbolbild). © Ralph Peters / IMAGO

Aus dem Weg von der Festwiese zur S-Bahnhaltestelle an der Hackerbrücke wird so ein asphaltierter Tanzboden für die müden und selten nüchternen Wiesn-Besucher auf der Heimreise. Der Sinn des ganzen ist aber natürlich nicht die musikalische Unterhaltung der Oktoberfest-Fans, auch probiert sich die Bundespolizei nicht als Street-DJ. Vielmehr soll die Musik die Leute bei guter Laune halten.

Bundespolizei schmettert Wiesn-Hits – aber nicht „Layla“

Es ist nicht das erste Jahr, in dem der Spezialbus mit der Sonderaufgabe zum Einsatz kommt. Vor Jahren fasste ein Beamter dessen Zweck treffend zusammen: „Leute, die tanzen, prügeln nicht“. Es geht also schlicht darum, gut gelaunte Leute auf dem Heimweg zu haben – und keine alkoholisierte Meute, bei der es hier und da zu Handgreiflichkeiten kommt.

Der umstrittene Schlagersong „Layla“ wird übrigens nicht gespielt.  „Das spielen wir nicht“, sagte der Chef des sechsköpfigen Partybus-Teams, Michael Schreiber. Man folge da den Empfehlungen der Wiesnwirte, die das Lied auch nicht spielen wollen. Ganz hat das aber nicht geklappt, wurde „Layla“ doch schon etwas mehr als eine Stunde nach Anstich im Schottenhamel-Festzelt gespielt. (fhz)

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