1. tz
  2. München
  3. Wiesn

Oktoberfest 2022: So möchte die Polizei für Ordnung auf der Wiesn sorgen

Erstellt:

Von: Linus Prien

Kommentare

Polizisten auf dem Festgelende der Wiesn 2019.
Polizisten auf dem Festgelende der Wiesn 2019. © Sammy Minkoff via www.imago-images.de

Das Warten hat ein Ende: Das Oktoberfest in München findet wieder statt. Die Bundespolizei möchte dabei mit großer Präsenz für Ordnung sorgen und gibt einige Hinweise.

München - Am 17. September findet das Oktoberfest nach einer langen Corona-Pause wieder statt. Zwischen Bier, Musik und bunten Lichtern kann es turbulent zugehen. Aus diesem Grund wird die Polizei mit Unterstützung aus ganz Deutschland sowie dem europäischen Ausland vor Ort sein. Die Beamten werden ihren Dienst vorwiegend im Hauptbahnhof und auf der Hackerbrücke sowie der S-Bahn-Stammstrecke versehen, um den Wiesn-Besuchern eine sichere An- und Abreise zum Festgelände zu gewährleisten.

Oktoberfest 2022: Polizei mit großer Präsenz am Hauptbahnhof und an der Hackerbrücke

Bereits seit einigen Wochen haben sich Bundespolizisten der Inspektion München im Hinblick auf die bevorstehende Wiesn mit der Einsatzplanung beschäftigt, wie die Bundespolizei in einer Pressemeldung bekannt gab. Inzwischen sei alles in trockenen Tüchern und es kann losgehen. Wie jedes Jahr wird eine große Anzahl der Wiesnbesucher den Weg zum Festgelände und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln, auch der Deutschen Bahn zurücklegen.

Bis zu 190 Beamte der Bundespolizei werden zu Spitzenzeiten im Rahmen des 187. Oktoberfestes im Einsatz sein, um für die Sicherheit im Bahnbereich Sorge zu tragen. Um die An- und Abreise zum größten Volksfest der Welt für die Besucher maximal sicher zu gestalten, werden die Beamten zu großen Teilen an den Wiesn-Bahnhöfen „Hauptbahnhof“ und „Hackerbrücke“, sowie in den S-Bahnen und Haltestellen der Stammstrecke eingesetzt sein.

Oktoberfest 2022: Polizei setzt auf Videoüberwachung zur Aufklärung von Straftaten

Michael Rupp, Leiter der Bundespolizeiinspektion München, kündigt an „neben der Manpower gerade auch wieder auf technische Hilfsmittel zurückzugreifen. Insbesondere die Videoüberwachung in Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen leistet bei der Aufklärung von Straftaten seit Jahren wichtige Dienste“. Nicht nur als Beweismittel, zum Beispiel bei Widerständen, tätlichen Angriffen und Beleidigungen gegen Beamte, sondern viel mehr auch zur Abschreckung vor falschem Verhalten von Bürgern, dienen die Body-Cams, mit zahlreichen Beamten der Bundespolizei wieder ausgestattet sein werden.

Die Polizei warnt insbesondere vor Taschendieben: „Selbst schützen kann man sich, indem Wertsachen verschlossen, in verschiedenen Innentaschen und nah am Körper getragen werden - Handtaschen stets verschlossen bleiben - Geldbörsen und Handys nie aus der Hand gelegt werden“. Generell sei es sinnvoll nur die Wertsachen bei sich zu führen, die man benötigt.

Bundespolizei über die Wiesn: Dies sollen Sie nicht tun

Die Bundespolizei teilte zudem noch weitere Hinweise: Verboten ist es - wie jedes Jahr - Glasflaschen oder gar Maßkrüge in die S-Bahn mitzuführen! Aus Sicherheitsgründen ist ein Bahnzutritt damit nicht möglich! Ausgenommen davon sind gekaufte und gut verpackte Krüge. Alubeschichtete Luftballons können, vor allem in den Tunnelstationen der Stammstrecke, bei Berührungen mit der Oberleitung den gesamten S-Bahnbetrieb zum Erliegen bringen. Die Mitnahme ist deswegen verboten! Im Schadensfall droht sogar eine Strafanzeige und - je nach Verhalten - gegebenenfalls auch Schadensersatz.

Wie auf der Wiesn, gilt auch in der S-Bahn oder im Zug: „Nein heißt Nein!“. Seit der Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung (§ 184i StGB) im Jahre 2016 gelten, zum Beispiel ein sexuelles Betatschen von Körperteilen, ebenso wie der Griff ins Dekolleté oder ans Gesäß als Straftat und werden auch ohne Anzeige der betroffenen Person von Amts wegen verfolgt. (lp)

Auch interessant

Kommentare