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Vor Wiesn-Besuch: Münchner Mediziner rät zu zweitem Booster - „Wachsam bleiben“

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Von: Franziska Konrad

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Christoph Spinner, Oberarzt vom Klinikum rechts der Isar, ist sich sicher: Ein zweiter Booster vor dem Wiesn-Besuch wäre sinnvoll.
Christoph Spinner, Oberarzt vom Klinikum rechts der Isar, ist sich sicher: Ein zweiter Booster vor dem Wiesn-Besuch wäre sinnvoll. © Angelika Warmuth/dpa

Trotz derzeit hoher Corona-Inzidenzen soll das Oktoberfest heuer wieder stattfinden. Für Wiesn-Besucher hat der Münchner Infektiologe Christoph Spinner eine klare Empfehlung.

München -  Mit Spannung fiebern Wiesn-Fans auf den September hin: Dann soll auf der Theresienwiese - nach zwei Jahren Corona-Pause - wieder das größte Volksfest der Welt stattfinden. Trotz derzeit recht hoher Infektionszahlen. Auch der Münchner Infektiologen Christoph Spinner sieht in der aktuellen Corona-Entwicklung keinen Grund, auf solche Feste zu verzichten. „Ich wüsste nicht, warum die Wiesn nicht stattfinden sollte“, stellt Spinner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur klar. Doch gerade für alle Volksfest-Besucher hat der Mediziner eine klare Empfehlung: den zweiten Booster.

Zweifellos sei das Infektionsrisiko auf der Wiesn erhöht. Lediglich Personen mit Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 sollten sich eher im Biergarten aufhalten - oder das Volksfest ganz meiden, rät Spinner.

Vor Oktoberfest 2022: Münchner Infektiologe empfiehlt zweiten Booster

„Natürlich weisen aktuelle Beobachtungen auf ein erhöhtes Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion im Kontext von Volksfestveranstaltungen, wie es auch bei der Wiesn zu erwarten wäre. Die Optimierung des Impfschutzes, beispielsweise durch einen zweiten Booster zwei bis vier Wochen vor der Wiesn, kann das Infektionsrisiko noch einmal merklich senken“, erklärt der Pandemie-Beauftragte des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

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Wiesn 2022: Besserer Corona-Schutz für Menschen nach Infektion und Booster

Menschen, die geimpft sind und Corona schon einmal durchgemacht haben, dürften mit höherer Wahrscheinlichkeit als nur Geimpfte vor einer erneuten Infektion geschützt sein.

Doch für Spinner ist auch klar: Wegen der sehr hohen Corona-Infektiosität wird sich eine Ansteckung nicht vermeiden lassen. „Es wird jeden früher oder später treffen. Aus meiner Sicht ist es unverzichtbar, auch mit Covid-19 mehr und mehr zur Normalität zurück zu kommen und den Schutz vor allem auf Risikogruppen zu fokussieren“, so der Mediziner. „Hohe Inzidenzen alleine sollten uns keine Angst machen - aber wir müssen wachsam bleiben.“

Im April hatte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) entschieden, dass die Wiesn heuer wieder stattfinden soll. Zwei Mal hintereinander war das größte Volksfest der Welt mit seinen rund sechs Millionen Besuchern wegen der Pandemie abgesagt worden.

Große Unstimmigkeiten gab es im Vorfeld des Oktoberfests wegen des Wiesn-Hendls - und ließ Festwirte rebellieren. Mindestens genauso heftig diskutiert wurde über ein Wiesn-Verbot vom Schlager-Hit Leyla. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (kof/dpa)

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