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Wegen Corona: Droht der Wiesn ein frühzeitiger Abbruch? „Müsste man überlegen“

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Wird das Oktoberfest 2022 abgebrochen? Das neue Infektionsschutzgesetz von Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) könnte die aktuellen Pläne durchkreuzen.

München – Auch wenn die aktuelle Corona-Sommerwelle wieder zurückgehe, würde die Pandemie nicht ihren Schrecken verlieren, so Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf der Bundespressekonferenz am Freitag, 12. August, in Berlin. Man müsse damit rechnen, dass die Fallzahlen im Herbst wieder stark ansteigen würden. Um dafür gerüstet zu sein, erklärte Lauterbach die Maßnahmen, die man dazu vorbereitet habe. Ab dem 1. Oktober könnten die Länder demnach unabhängig von Inzidenzen in Innenräumen eine Maskenpflicht einführen. Sie müssten dies aber nicht, erläuterte Lauterbach. Aber: „Ich glaube, dass die Länder das alle machen werden, weil wir zum 1.10. wieder höhere Fallzahlen haben werden.“

Oktoberfest 2022: Wegen Corona – droht ein frühzeitiger Abbruch der Wiesn?

Doch was hat das neue Infektionsschutzgesetz mit dem diesjährigen Oktoberfest zu tun? Klar ist, so die Ansicht von Stadt und Betreibern, dass es entweder eine ganz normale Wiesn gebe, oder gar keine. Durch den diesjährigen Feiertag geht das Oktoberfest in diesem Jahr einen Tag länger – somit bis zum 3. Oktober. Damit würde das Fest in die Zeit des Inkrafttretens des neuen Infektionsschutzgesetzes laufen. Sprich: Eine Maskenpflicht wäre dann nicht mehr ausgeschlossen.

Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel (59) äußerte sich dazu gegenüber der Bild: „Es wird keine Masken-Wiesn geben. Sollte eine Pflicht kommen – wovon ich nicht ausgehe – müsste man überlegen, das Fest vorzeitig abzubrechen. Mit Abstand, Testpflicht oder auch Maske ist die Wiesn nicht durchführbar.“

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Ein frühzeitiger Abbruch der Wiesn wäre in der Tat historisch. Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) gab gegenüber der Bild jedoch bereits Entwarnung: „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass es keine Maske im Festzelt geben wird. Die Infektionszahlen gehen ja ohnehin derzeit deutlich zurück.“ Holetschek setzt dabei auf Eigenverantwortung. Jeder, der auch nur die geringsten Erkältungssymptome spüre, sollte auf einen Besuch der Wiesn heuer verzichten.

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