Keine Wiesn 2020

Nach Corona-Absage: BR-Sendung nennt neun Wiesn-Zumutungen, die Münchnern erspart bleiben

Keine fünfte Jahreszeit in München: Aus Sicht der BR-Sendung quer hat das auch Vorteile.
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Keine fünfte Jahreszeit in München: Aus Sicht der BR-Sendung quer hat das auch Vorteile.

Die Wiesn 2020 wird wegen der Corona-Krise abgesagt - unter die Reaktionen bei Social Media mischen sich auch Sarkasmus und Hohn, wie sich das Oktoberfest entwickelt hat.

München - „Aus is und gar is, und schad is, dass wahr is‘!“ Eine Twitter-Userin brachte das Gefühl vieler Münchner an diesem sonnigen und doch gefühlsmäßig tristen Dienstag wohl auf den Punkt: die Wiesn 2020 ist abgesagt!

Wegen der Corona-Krise: Die Wiesn in München wird 2020 nicht stattfinden

Was vermeintlich unmöglich schien, ein Jahr in der bayerischen Landeshauptstadt ohne Oktoberfest, ist durch die Corona-Krise zur bitteren Realität geworden.

„Es tut uns weh. Es ist unglaublich schade“, erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Entscheidung von Landesregierung und Münchner Rathaus: „Ein Bierzelt lebt davon, dass man keinen Abstand hält.“

Lesen Sie auch: Das Oktoberfest 2020 wurde Coronavirus-bedingt abgesagt. Toni Roiderers Hacker-Zelt auf der Wiesn wird es also heuer nicht geben. Der Wirt nimmt‘s mit Fassung.

Nach Wiesn-Absage: Etliche Reaktionen zum Oktoberfest-Aus bei Social Media

Entsprechende Reaktionen auf die Wiesn-Absage ließen bei Social Media nicht lange auf sich warten. So wurde gleich reihenweise eine steile These aufgestellt, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wolle das größte Volksfest der Welt in sein Bundesland holen - zum Beispiel nach Köln.

Schließlich gilt Laschet in der Debatte über Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen als Widersacher von Bayerns Söder, dessen Kurs bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie* deutlich strikter ausgelegt ist.

Keine Wiesn in München: „Kotze in der U-Bahn, Kotze in der S-Bahn“

Aber auch Sarkasmus und Hohn über die allgemeine Entwicklung der Wiesn in den vergangenen Jahren und Jahrzehnte mischte sich unter die Social-Media-Reaktionen. 

So schrieb zum Beispiel die quer-Redaktion von Satiriker Christoph Süß vom BR bei Twitter eine Auflistung, was Münchner im Herbst vermissen werden: „Kotze in der U-Bahn, Kotze in der S-Bahn, Kotze im Bus, über 11 € für einen Liter Bier bezahlen, Besoffene nachts unter dem Balkon, Bierleichen auf diversen Hügeln, Trachten-Karikaturen aus aller Welt, Hotelpreise vom Mond, Verkehrssperren, und ja trotz alledem das Oktoberfest.“

Ironie-Postings zur Wiesn-Absage in München: „Tanzen auf dem Schreibtisch“

Die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann schrieb beim Kurznachrichtendienst in einem Posting wohl ironisch gemeint: „Wenn jetzt alles virtuell geht, warum nicht auch das Oktoberfest: Schalten uns in Gruppen zusammen, saufen uns die Hucke voll, tanzen auf dem Schreibtisch, pinkeln in die Ecke und erbrechen und im Treppenhaus. Die Schlägerei gibts dann vielleicht gratis in top.“

Und ein weiterer Twitter-User gab Tipps zur „Wiesn dahoam“. Darunter fielen zum Beispiel: „Halbes Händel (Hendl, d. Red.) zwei Tage bei 75 Grad im Ofen lassen - des ganze wieder ausspeim.“

Ein Leben ohne das Oktoberfest kann er sich offenbar nicht vorstellen. Auf die jüngst verkündete Wiesn-Absage hat ein Mann aus München auf seine Weise reagiert.

pm

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