Stammtisch mit Heimatminister

Das fragten die tz-Leser Markus Söder im Hofbräuzelt

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Markus Söder mit dem tz-Leserstammtisch.

München - Finanz- und Heimatminister Markus Söder hat am Samstag im Hofbräuzelt angezapft. Und sich mit tz-Lesern zu einem Plausch getroffen.

Schaut’s her, wie flott das ging! Bayerns Finanz- und Heimatminister Markus Söder (48, CSU) hat am Samstag im Hofbräuzelt angezapft. Und - wie auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (57, SPD) - ganz profimäßig zwei Schläge gebraucht.

Beflügelt könnten Markus Söder, dessen Ministerium der staatseigene Hofbräu offiziell unterstellt ist, die Worte von Hofbräuzelt-Wirt Ricky Steinberg (45) haben: Der hatte den Minister zunächst als „unseren bayerischen Ministerpräsidenten“ angekündigt. Um dann mit einem Augenzwinkern nachzuschieben: „Unseren Finanzminister meine ich natürlich. Aber er würde gerne unser Ministerpräsident werden.“

Wenn das der Chef mal wüsste! „Das habe ich gar nicht gehört, das mit dem Ministerpräsidenten“, sagte Söder nach dem Anzapfen mit einem Grinsen zur tz. Doch einen kleinen Seitenhieb auf Horst Seehofer (66, CSU) konnte er sich dann doch nicht verkneifen: „Sonst gibt es Ärger.“

Im Anschluss stand schon der nächste Termin an: Söder, der neben Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (50, CSU) als Kronprinz Seehofers gehandelt wird, machte sich auf den Weg zur Galerie. Denn dort warteten 20 tz-Leser auf ihn. Sie hatten bei unserem Gewinnspiel mitgemacht - und die Plätze im Hofbräuzelt inklusive des Treffens mit Söder gewonnen.

Oktoberfest 2015: Minister als "Hofbräu"-Bedienung

Am Tisch angekommen, reichte der Minister erst einmal eifrig Hendl und Bierkrüge weiter, als „Hofbräu-Bedienung“. Doch dann kam er mit den tz-Lesern doch wieder auf die Ministerpräsidenten-Rolle. „Wir haben uns gefragt, ob Sie den Herrn Seehofer beerben“, wollte tz-Leser Reiph Schermbach (57) aus München wissen. Festlegen lassen wollte sich der Finanzminister da nicht. „Das ist noch lange hin - wer weiß, was kommt.“

Und wie steht der Finanzminister zur Flüchtlingsfrage? Das, was Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gemacht habe, gehe „ein Stück zu weit“, so Söder. Ihm mache es Sorge, dass „mehr Asylbewerber ins Land kommen als Kinder geboren werden“.

Zeit für einen Themenwechsel. Ob er sich in München als gebürtiger Nürnberger wohl fühle, wollten die tz-Leserinnen Alana Neumann (18) und Liv Windau (18) wissen. Er sei seit Kindheitstagen  immer wieder in der Landeshauptstadt gewesen, verriet Söder. „Seit ich Finanzminister bin, fühle ich mich aber noch mehr verbunden.“

Jetzt zur Wiesn-Zeit hat der Finanzminister er einen festen Platz im Hofbräuzelt. Aber auch in den anderen Zelten schaut er ab und zu vorbei. Und privat auf die Wiesn gehen? „Das schaffe ich leider gar nicht.“ Beim Essen auf dem Oktoberfest hält es Söder traditionell: „Hendl und Obazda gehören für mich zu einem Besuch dazu.“

 Am meisten gefreut hat ihn beim Anzapfen übrigens eines: Dass er bei den Schlägen gleichauf war mit Dieter Reiter. „Das ist schon ein kleiner Wettkampf - aber ich bin mir sicher: Der OB muss gemogelt haben.“

Und wie lief's, Herr Minister?

Unsere Leser Karin Öttl (51) und Christian Duschl (55) aus Hebertshausen waren ganz gespannt auf Markus Söder. Wie das Anzapfen so für ihn war, wollten sie vom Heimatminister wissen. Ein bisserl Übung habe er schon, antwortete Söder den beiden. Schließlich muss er als Minister oft anzapfen. Er verriet: „Mit den zwei Schlägen von heute habe ich meinen Wiesn-Rekord wieder eingestellt.“ Dann sind wir mal gespannt aufs nächste Jahr!

Oktoberfest 2015: Alle aktuellen Informationen im Wiesn-Ticker

Nach dem ersten Wiesn-Wochende können Wirte und Schausteller auf erfolgreiche zwei Tage zurückblicken. Alle aktuellen Informationen zur Wiesen finden Sie in unserem Ticker zum Oktoberfest 2015.

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