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Barkeeper auf der Wiesn: „Am ersten Abend haben wir Lehrgeld bezahlt“

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Von: Phillip Plesch

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Eine Bar, ein Team: Max Adlmaier, Lorena Wrba und Korbinian Riedl arbeiten gern zusammen.
Eine Bar, ein Team: Max Adlmaier, Lorena Wrba und Korbinian Riedl arbeiten gern zusammen. © Privat

In unserer großen Oktoberfest-Serie erfahren Sie die Comeback-Geschichten der unterschiedlichsten Mitarbeiter auf der Wiesn. Heute geht´s um das Team der Halali-Bar.

Für Max Adlmaier ist klar: „Wir haben den besten Job auf der Wiesn!“ Gemeinsam mit seinen Freunden Lorena Wrba und Korbinian Riedl betreibt er die Halali-Bar im Armbrustschützenzelt. Die drei haben eine Menge Spaß zusammen – und: „Wir müssen uns nicht durch die Massen Zwängen, sondern haben immer den Sicherheitsabstand durch die Bar“, scherzt Adlmaier (34). Zunächst lief an der Bar aber nicht alles nach Plan.

Schon seit 2015 betreiben er und Riedl die Halali-Bar. Der Name leitet sich von einem alten Jagdruf ab. Wrba kam 2018 dazu. „Am ersten Abend haben wir Lehrgeld bezahlt“, sagt der 34-Jährige. Zuvor war die Bar von zwei Frauen betrieben worden. Als die nicht mehr weitermachten, kam das Zelt auf Adlmaier und Riedl zu. Beide hatten bereits zuvor im Armbrustschützen gearbeitet – Adlmaier in der Küche, Riedl im Büro. Die Freunde – sie kennen sich schon seit Kindheitstagen – überlegten, und sagten schließlich zu.

Barkeeper auf der Wiesn: Eigentlich ganz andere Jobs

Adlmaier arbeitet eigentlich im Marketing, Riedl ist Unternehmensberater, Wrba ist für ein Start-Up tätig. Doch für zwei Wochen im Jahr tauschen die drei ihre Jobs – und werden zu Barkeepern auf der Wiesn. „Ohne die Bar würden wir wohl nicht mehr auf der Wiesn arbeiten“, mutmaßt Riedl. Die drei haben eben ihre perfekte Aufgabe auf dem Oktoberfest gefunden. Vor allem der Kontakt zu Kollegen, Freunden und den Gästen aus aller Welt macht den Reiz für das Bar-Team aus – und liefert so die ein oder andere witzige Geschichte.

Er heißt die Gäste willkommen: Max Adlmaier ist seit 2015 Barkeeper im Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest – und hat hier seine Aufgabe gefunden.
Er heißt die Gäste willkommen: Max Adlmaier ist seit 2015 Barkeeper im Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest – und hat hier seine Aufgabe gefunden. © Achim Frank Schmidt

Doch zurück zu den Anfängen: Ohne größere Bar-Erfahrung ging es 2015 los – und erst mal schief. „Am ersten Abend sind uns Getränke und Gläser ausgegangen“, berichtet Adlmaier. Doch die jungen Männer fuchsten sich rein, und von Abend zu Abend, von Jahr zu Jahr, lief es besser. Die Bar wurde mittlerweile sogar ausgebaut. Über 30 Menschen haben in dem Extra-Raum Platz. Am meisten verkauft werden die Klassiker: Willi und Jägermeister. Insgesamt gibt’s fünf verschiedene Schnäpse, dazu Longdrinks.

Das Oktoberfest schweißt zusammen

Die Halali-Bar im Armbrustschützenzelt ist über die Jahre gewachsen.
Die Halali-Bar im Armbrustschützenzelt ist über die Jahre gewachsen. © Marcus Schlaf

Und dennoch wissen viele gar nicht, dass es im Armbrustschützenzelt überhaupt eine Bar gibt. „Wir sind, wenn man durch den Haupteingang reinkommt, direkt auf der linken Seite“, erklärt Adlmaier. Über zu wenig Arbeit können sich die drei aber nicht beschweren. Vor allem die letzten drei Stunden am Tag seien sehr fordernd, sagt Riedl. Erst, wenn die Band Angels von Robbie Williams spielt, können die drei in die Hände klatschen. Denn dann ist klar: Wieder ein Abend geschafft – Feierabend im Traumjob.

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