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Beitrag zu Wiesn-Zelten: Münchner Polizei knöpft sich „Layla“ vor - viele Besucher finden‘s gar nicht lustig

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Von: Franziska Konrad

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Der neuste Wiesn-Post der Münchner Polizei auf Twitter kommt bei den meisten Usern alles andere als gut an.
Der neuste Wiesn-Post der Münchner Polizei auf Twitter kommt bei den meisten Usern alles andere als gut an. © IMAGO/Aaron Karasek

Die „Layla“-Debatte zieht sich auch durch das Oktoberfest. Ein Twitter-Post der Münchner Polizei zum Thema erhitzt nun erneut die Gemüter.

München - Nach wie vor spaltet der umstrittene Song „Layla“ die Gemüter - und macht auch vor der Wiesn nicht halt. Das bezeugt der aktuellste Twitter-Post der Münchner Polizei. Darin äußern sich die Beamten zu besagtem Party-Song und erhalten dafür neben reichlich Zuspruch auch einigen Gegenwind.

Oktoberfest in München: „Layla“-Post der Polizei auf Twitter entfacht Diskussion

Der Beitrag beginnt mit den Worten: „Kein #Wiesnschmankerl“. Weiter heißt es darin: „Zwischen den Liedern der Bands wird in den Zelten jedes Mal ein Frauenname skandiert. Es ist nicht Rosi… #saynotosexism #nurjaheißtja“. Die eigentliche Botschaft der Beamten: ein klares Nein zu Sexismus und sexueller Belästigung von Frauen auf der Wiesn. Gerade der Hashtag „Nur ja heißt ja“ steht dafür, auch ein klares „Nein“ von Frauen zu akzeptieren. Trotzdem kommt der Post bei vielen nicht gut an. Das liegt in erster Linie an der Anspielung auf „Layla“.

Ein Blick in die Kommentarspalte darunter zeigt: Insgesamt 199 Antworten haben sich bislang unter dem Post angesammelt - Stand Sonntag, 25. September, 8.55 Uhr. Immerhin: Ein User zeigt sich von den Worten der Beamten begeistert: „Ihr macht das echt gut! Polizei München ist was Kommunikation angeht, eh bundesweit weit vorne!“ Scrollt man jedoch weiter nach unten, wird schnell klar: Mit seinen lobenden Worten ist der Kommentator hier ziemlich in der Minderheit.

„Layla“ auf dem Oktoberfest: Shitstorm gegen Münchner Polizei - „Ab morgen nur noch Vivaldi“

„Mir sind solche Lieder wirklich Wurst, weil mir keines davon gefällt. Finde aber Layla ist bei weitem nicht das schlimmste der Lieder. Verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht. Müsste man gefühlt 80% aller anderen Lieder im Bierzelt auch verbieten. Ab morgen nur noch Vivaldi“, bringt es eine Userin noch recht nüchtern auf den Punkt. „Wie kann man denn Rosi gutheißen und Layla nicht? Ist doch im Endeffekt das gleiche. Lasst‘s den Leuten doch ihren Spaß“, ärgert sich eine andere.

Ein weiterer bringt Ministerpräsident Söder ins Spiel: „Dann habt ihr unserem Landesvater bei seiner Anstich-Rede wohl nicht zugehört“. Damit spielt die Userin auf die Ansprache des CSU-Chefs beim Wiesn-Anstich an. Darin gab Söder durch die Blume zu verstehen, dass er Verständnis für Oktoberfest-Besucher habe, die im Festzelt zu Layla feiern möchten.

„Layla“-Post: Kritik an Polizei - „Bitte nicht besoffen auf der Arbeit twittern“

Andere Beiträge triefen nahezu vor Ironie: „Läuft die #Layla immer noch frei rum? #Layla ist unfassbar“., heißt es darin. Oder „Wurden die Täter eingekesselt und deren Personalien aufgenommen?“

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