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Besondere Dreier-Konstellation: Die Herrscherinnen übers Käfer-Zelt - „Für uns ganz besonders“

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Drei Engel für Käfer: Brigitte Zehetmair-Peters, Gabriele Hipp und Birgit Walser (v.li.).
Drei Engel für Käfer: Brigitte Zehetmair-Peters, Gabriele Hipp und Birgit Walser (v.li.). © Marcus Schlaf

In unserer großen Oktoberfest-Serie erfahren Sie die Comeback-Geschichten der unterschiedlichsten Mitarbeiter auf der Wiesn. Heute nimmt uns das Reservierungs-Team der Käfer Wiesn-Schänke mit hinter die Kulissen.

München - Schon acht Monate arbeitet das Reservierungs-Team der Käfer Wiesn-Schänke auf den Höhepunkt des Jahres hin! Wenn die ersten Gäste in wenigen Wochen von der Bavaria runter ins Zelt und zu ihren Plätzen strömen, dann sei das „ein ganz spezieller Moment“, sagt Brigitte Zehetmair-Peters. Seit 2004 gehören sie und Birgit Walser zur Käfer-Familie und sorgen zusammen mit Gabriele Hipp für einen reibungslosen Ablauf beim Ansturm auf einen heißbegehrten der Plätze im Promi-Zelt.

Walser und Zehetmair-Peters teilen sich nicht nur die Reservierungsleitung in Teilzeit, sie waren auch zeitgleich mit dem ersten Kind schwanger: „Die Tochter von Brigitte wurde zwei Wochen nach meinem Sohn geboren,“ erzählt Birgit Walser, die mittlerweile noch eine Tochter hat. „Die Möglichkeit, uns die Reservierungsleitung teilen zu können, wissen wir sehr zu schätzen“, berichten die Mütter.

Wiesn: Käfer-Team sorgt selbst für den Nachwuchs

Dass die Konstellation so gut funktioniert, liegt maßgeblich an der dritten Frau im Bunde: Gabriele Hipp, die als stellvertretende Reservierungsleiterin seit 2012 mit dabei ist. „Gabi hält uns den Rücken frei. Es ist für uns ganz besonders, dass wir über diese lange Zeit als Team so gut zusammen arbeiten“, bestätigen Walser und Zehetmair-Peters, die sich über weiteren Nachwuchs im Reservierungs-Team freuen: Vor neun Monaten wurde mit Sophie Pfeiffer das jüngste Team-Mitglied geboren. „Wir scherzen immer mit Herrn Käfer, dass es auch in Zeiten von Personalmangel bei uns keine Nachwuchssorgen geben wird…!“

Dass die Wiesn coronabedingt zweimal ausgefallen ist, war schmerzhaft: „Am Tag der ersten Absage hat eine Kollegin ein Video geteilt, auf dem Purple Rain von Prince – immer das letzte Lied in der Käfer-Schänke – zu hören war. Da wurde ich sehr emotional“, sagt Walser und ihre beiden Kolleginnen nicken zustimmend. Umso größer ist die Freude, dass die Wiesn heuer wieder stattfindet: „Es ist wie ein großes Familientreffen – und natürlich freuen wir uns ganz besonders auf all unsere Gäste“, sagt Gabriele Hipp voller Vorfreude.

Oktoberfest-Stress schon weit vor dem Start

Schon eine Woche vor dem offiziellen Wiesn-Start zieht das Reservierungs-Büro ins Zelt um, für Brigitte Zehetmair-Peters ist das wie „daheim ankommen“. Dann beginnt die heiße Phase: Drei Wochen sind alle täglich von morgens um acht bis abends um zehn im Einsatz: „Wir helfen beim Einlass, bereiten die Küchenlisten vor, weisen Gäste in ihre Plätze ein und organisieren Last-Minute-Änderungen.“

Wichtig: Alle Damen sind einheitlich gekleidet, dafür sorgt der „Dirndl-Plan“, der für die Wiesn-Zeit erstellt wird. „In der Regel bekommen wir jedes Jahr ein neues Dirndl – heuer verzichten wir zwar drauf, aber ich freu mich schon sehr, wieder in die Tracht zu schlüpfen“, sagt Gabriele Hipp.

Und dann gilt die Devise „Durchhalten“. Denn die große Mitarbeiter-Feier findet erst am letzten Abend statt – und die will dieses Jahr niemand verpassen! Aber Achtung: Am nächsten Tag muss noch das Büro abgebaut werden… (Ulrike Kremer)

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