Innerhalb der nächsten fünf Jahre

„Durchaus realistisch“: Münchner Kultbrauerei will auf die Wiesn

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Will auf die Wiesn: Steffen Marx von Giesinger Bräu.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre auf die Wiesn - Das ist das Ziel einer Münchner Kultbrauerei.

München - Innerhalb der nächsten fünf Jahre auf die Wiesn - das ist das Ziel von Steffen Marx. Der 40-Jährige betreibt die Brauerei Giesinger.

„Es wird sich nicht vermeiden lassen, bei einem Zeitfenster von fünf Jahren irgendwann auf die Wiesn zu kommen“, so Marx gegenüber der Bild-Zeitung. Für ihn sei dieses Vorhaben „durchaus realistisch“, denn es gebe bei den Entscheidungsträgern eine große Akzeptanz.

Giesinger Bräu auf der Wiesn: Ein kleines Zelt zum Anfang

Er möchte auf dem Oktoberfest erst einmal mit einem kleinen Zelt anfangen. Für ein größeres hat er noch nicht die Brau-Kapazität. Mit dem Neubau in Milbertshofen kann er zwar jährlich 30.000 Hektoliter Bier brauen, doch für ein großes Zelt auf dem Oktoberfest ist das noch nicht genug. Jedes große Zelt brauche nämlich allein für die Wiesn 7000 Hektoliter. 

Ideen für sein Zelt hat Marx bereits. Er würde dort die Bänke nicht so eng zusammenstellen und die Preise familienverträglich gestalten. 

Giesingers Weg auf die Wiesn wird nicht einfach

Laut Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) werde Marx von ihm seit jeher gefördert. Bevor er aber ein Zelt auf dem Oktoberfest bekommt, müsse er ein Schreiben an die Wiesn-Leitung richten und seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. „Wir wollen nicht, dass das Bier ausgeht“, so Schmid.

Auch laut Wiesn-Stadtrat Manuel Pretzl (CSU) wird es kein leichter Weg für Giesinger Bräu. „Viele Münchner Wirte wollen ein Zelt, sind aber nie zum Zug gekommen“, sagt er. Die Wiesn-Statuten besagen außerdem, dass Brauereien „Traditionsbrauereien“ sein. Das Giesinger Bräu gibt es allerdings erst seit 13 Jahren.

Die Brauerei ist im Jahr 2006 als Garagenprojekt in Birkenau gestartet. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden Biermarken in Bayern. Mit dem Neubau in Milbertshofen soll die Produktion noch einmal erweitert werden. Wie Merkur.de* berichtet, gab es mit dem Standort im Gewerbegebiet an der Detmoldstraße allerdings Probleme. Lokalpolitiker befürchteten eine Belästigung durch den Brauereigeruch.  

sch

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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Kommentare

donner
(2)(0)

...... die großen "Platzhirschen" unter den Münchner Brauereien lassen keinen ins Revier! Diese Herrschaft sollte endlich gebrochen werden. Es wäre aber Zeit, dass in einem oder mehreren großen Zelten abwechselnd auch mittlere Unternehmen ihr Münchner Bier präsentieren könnten. Das macht auch endlich einen gesunden Wettbewerb möglich!
Ggf. kann eine Regelung eingeführt werden, dass nur Brauereien auf die Wies'n dürfen, die abgesehen von einer hohen Qualität des Gesamtangebotes ihren größten Umsatz beim Biervertrieb in München machen und auch die kulturellen Belange der Stadt aktiv fördern!
Oder ist das Oktoberfest nur eine Herbstmesse für wenige aber immer die selben weltweit tätigen Brauereien, von denen einige auswärtige Besitzer ihren Hauptsitz längst nicht mehr in München haben? Von einigen ist auch das Bier längst einem internationalen Geschmack angepasst und wird in Alu Dosen auf der ganzen Welt verkauft!
Kultur, wie sie angeblich auf der Wiesn praktiziert wird und mit der auch enorm verdient werden kann, ist offenbar längst der Wirtschaftspolitik und dem Kapitalmarkt unterworfen und hat deshalb für mittlere und kleine Brauereien keinen Platz!
Eigentlich ein Skandal!

Rob
(3)(0)

Es wäre ihnen als heimische Brauerei zu wünschen.
Der Stadtrat findet aber sicher einen Weg, wie man eine Bewerbung abschmettert und sei es nur, dass man den jährichen Bierausstoss (hl) als zu gering erachtet.
Es reicht durchaus wenn jede "Münchner" Brauerei, mit einem Bierzelt vertreten ist.
Dann hätte auch Prinz Luitpold - immerhin Nachfahre von Kronprinz Ludwig u. Theresia (Oktoberfest) - wieder eine reelle Chance.
Oder auch die Forschungsbrauerei, deren Biere die Plörre von so manchen Großbrauereien geschmacklich weit übertrifft.