Brauereien auf der Wiesn

Hacker-Pschorr

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Hacker-Pschorr Bräu

München - Das Hacker-Festzelt und die Bräurosl werden vom Münchner Traditions-Bräu Hacker-Pschorr auf dem Oktoberfest beliefert.

Die Hacker-Pschorr-Brauerei blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits im Jahr 1417 wird erstmals eine „Preustatt“ an der Stelle erwähnt, an der noch heute das „Alte Hackerhaus“ steht. Als Münchner Traditions-Bräu beliefert „Hacker“, wie die Münchner kurz sagen, auf dem Oktoberfest das Hacker-Festzelt und die Bräurosl.

Geschichte des Hacker-Pschorr

Zwar gab es die Brauerei schon lange, doch erst das Ehepaar Joseph Pschorr und Maria Theresia Hacker bauten den Betrieb im 18. Jahrhundert aus. Unter ihnen avancierte Hacker-Pschorr zur größtem Bräu Münchens. Unter ihren Söhnen Georg und Mathhias wurde der elterliche Betrieb allerdings in die Brauerei zum Pschorr (Georg) und Hacker-Brauerei (Matthias) geteilt. Es sollte lange dauern, bis die beiden Häuser wieder zusammengeführt wurden. 1972 erstand wieder der Name Hacker-Pschorr. Inzwischen gehört die Brauerei zur Paulaner-Gruppe. In deren Anlagen wird inzwischen auch das Hacker-Pschorr-Bier gebraut – natürlich nach eigenem Rezept. Die alte Braustatt an der Hackerbrücke ist verschwunden – an ihrer Stelle steht nun unter anderem das europäische Patentamt.

Die Flaschenbiere von Hacker-Pschorr werden seit 2007 fast nur noch in Bügelflaschen vertrieben. Der Wettkampf, wer seine Flasche am lautesten ploppen lassen kann, ist auf Grillfeiern ein beliebter Spaß.

Hacker-Pschorr mit breitem Sortiment

Inzwischen hat die Brauerei ein breites Sortiment an unterschiedlichen Bier-Spezialitäten. Einige davon, wie natürlich das Oktoberfest-Märzen oder der Animator-Doppelbock , werden nur zeitlich begrenzt angeboten. Hinzu kommen Helles, Gold, Alkoholfrei (naturtrübes Helles), Pils, Dunkel, Alt und Radler – alle diese Biere tragen den Zusatz „Münchner“ im Titel. Dann noch Anno 1417 - ein naturtrübes Kellerbier, Hefe-Weißbier, dunkles Weißbier, Sternweiße, leichte Weiße, Superior-Festbier und Oktoberfestbier.

Das Oktoberfestbier hat einen Alkoholgehalt von 6% und einen ausgewogenen Geschmack und passt damit perfekt zu den klassischen Wiesnschmankerln.

Hacker-Pschorr wird im Hacker-Festzelt und in der Bräurosl ausgeschenkt.

Oktoberfest: Der große Zelt-Vergleich

Die einen wollen es wild und laut, die anderen lieber traditionell und gemütlich. Welches Festzelt für Ihren Oktoberfest-Besuch das passende ist, erfahren Sie in unserem großen Vergleich. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Das Armbrustschützenzelt stand schon im Jahr 1895 auf dem Oktoberfest, die Boxen und Balkone sind nach heimischen Tieren benannt: Von A wie Adler bis W wie Wildsau. Hier wird die Schützen- Tradition hochgehalten. In einem Zeltanbau gibt es eine 30 Meter lange Schießbahn, auf der seit 1935 während der Wiesn die Deutschen Armbrust-Meisterschaften stattfinden. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Im Zelt der ältesten Münchner Brauerei feiern vor allem Münchner sich selbst und die bayerische Gemütlichkeit. Nur hier wird das Bier noch aus traditionellen Holzfässern gezapft, den Hirschen. Doch auch im Augustiner tanzt man auf den Bierbänken, die rund 6000 Besuchern Platz bieten. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Das Pschorr-Traditionszelt Bräurosl ist nach der Tochter des früheren Brauereibesitzers Pschorr benannt. Auch dort geht es weitgehend urig und gemütlich zu - mit Ausnahme des ersten Wiesn- Sonntags. Dann feiern hier tausende Homosexuelle den „GaySunday“. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Bei der Fischer Vroni feiern gerne ältere Gäste, aber auch Touristen. In diesem vergleichsweise kleinen Zelt gibt es eine bayerische Spezialität, die sich kein Wiesn-Besucher entgehen lassen sollte: leckeren Steckerlfisch, Fisch am Stock. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Ziemlich jugendlich ist das Publikum im Hacker-Festzelt „Himmel der Bayern“. Mit seiner weiß-blauen Decke und kleinen Wölkchen gilt es als eines der schönsten Zelte auf der Wiesn. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Es ist eins der größten und sicherlich das lauteste Zelt: Im Hofbräu-Festzelt treffen sich vor allem Touristen aus aller Welt, die das Bier schon im Hofbräuhaus kennen und lieben gelernt haben. Hier wird getrunken, getanzt und gesungen. Aus dem Zelt dröhnt schon am frühen Morgen, bevor die Musik anfängt, Grölen über den Festplatz. © dpa
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Nirgendwo geht es exklusiver zu als in Käfer's Wiesnschänke. Fußballstars vom FC Bayern, Verona Pooth und Ralph Siegel - die Promi-Dichte ist hoch. Im Käfer-Zelt gibt es neben Bier auch Wein und Champagner. © dpa
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Ein großer Löwe über dem Eingang brüllt „Löööööwenbrääääu“ und zieht damit Einheimische und „Zuagroaste“ gleichermaßen an. Mit mehr als 8000 Plätzen gehört die Festhalle zu den größeren Zelten. Hier heißt es: Gaudi für jeden, egal woher, egal wie alt. © dpa
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Wo jahrzehntelang Promis im Hippodrom feierten, steht nun der Marstall. Vieles ähnelt im Marstall allerdings dem Vorgänger: Champagnerbar, Tischdecken und erlesene Speisekarte - vom Tartar vom Wagyu-Ochsen über Hendl und Backerl vom Milchkalb bis zum veganen Holzfäller-Tofu-Pflanzerl. Ob sich davon auch wieder Promis von Beckenbauer bis Heino anziehen lassen, muss sich erst noch zeigen. © dpa
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In der Ochsenbraterei geht es zünftig zu. Seinen Namen hat das Zelt von dem großen Ochsen am Spieß, der nicht nur Dekoration über dem Eingang, sondern auch die wichtigste Attraktion im Innern dieses Festzelts ist. Seit fast 130 Jahren werden hier jedes Jahr ganze Ochsen am Stück gebraten. Auf einer großen Tafel lesen die Gäste den Namen des Ochsen, der sich gerade am Spieß dreht. © dpa
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Zur Jubiläums-Wiesn 2010 leistete sich die Paulaner-Brauerei einen kompletten Neubau. Als erstes Festzelt bekommt das Winzerer Fähndl eine zentrale Bierversorgung: Eine Ringleitung im Boden garantiert, dass der Bierfluss nicht ins Stocken gerät. © dpa
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Im Schottenhamel wird das größte Volksfest der Welt traditionell eröffnet. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) stach dort alle Jahre wieder vor den Augen der bayerischen Politprominenz das erste Fass an, in diesem Jahr ist zum ersten Mal sein OB-Nachfolger Dieter Reiter (SPD) dran. In den Tagen nach dem Anstich strömen überwiegend junge, feierfreudige Menschen aus München und Umgebung in das Zelt. © dpa
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Auch im Schützenzelt werden urbayerische Gemütlichkeit und Feierfreude in Ehren gehalten. Zum Löwenbräu-Bier wird die Spezialität des Hauses serviert: in Malzbier gebratenes Spanferkel. © dpa
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Im Weinzelt liegt der Fokus - wie der Name schon sagt - nicht auf dem Bier. Dort gibt es kein Helles in Maßkrügen, sondern nur Weißbier, Wein und Champagner. Gesungen und gefeiert wird hier trotzdem. „Fesche Madln haben ihren Spaß an den vielen Bars und fesche Burschen an den Madln“, wirbt die Homepage. © dpa
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Zünftige Blasmusik und Alt-Münchner Schmankerl: Hier kommen traditionsbewusste Gäste auf ihre Kosten, denen Landhaus-Mode und Mini-Dirndl ein Gräuel sind. Trachtler, Schuhplattler und Goaßlschnalzer sorgen für „griabige“ (gemütlich-kernige) Stimmung. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Zum 200-jährigen Jubiläum des Oktoberfestes 2010 wurde das Herzkasperl-Festzelt in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat ins Leben gerufen. Hier gibt es eine Mischung aus Bayerischer Lebensart, Musik, Kabarett, Theater und Literatur. © Westermann

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