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Wiesn 2022: Wirte-Sprecher warnt jetzt schon: „Es wird einen brutalen Kampf geben“

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Oktoberfest
Beim Auftakt zum Oktoberfest feiern Wiesnbesucher in einem Festzelt. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Zwei Jahre lang musste das Münchner Oktoberfest auf Grund von Corona ausfallen. Heuer ist es dann wieder so weit. Die lange Durststrecke sorgt schon jetzt für einen Hype um die beliebten Wiesn-Tische.

München - Obwohl kaum jemand eine dritte Absage des Oktoberfests in Erwägung gezogen hatte, schaute man vor wenigen Wochen in München gespannt auf die Entscheidung des Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD). Dann die große Erleichterung: Nach zwei Jahren pandemiebedingten Ausfalls darf auf der Theresienwiese im Herbst wieder angezapft werden. Die lange Durststrecke sorgt deshalb nicht nur für geballte Euphorie bei allen Wiesn-Fans, der Hype sorgt bereits jetzt für einen Ansturm auf die Reservierungen.

Oktoberfest 2022: Keine Reservierungen mehr möglich? Angespannte Lage bei Betreibern

Im Schützenfestzelt etwa informiert man auf der Homepage, dass alle Mittags- und Abendtische bereits restlos reserviert seien. Der Erfahrung nach würden jedoch Tische wieder frei werden, daher solle man ab Mitte Juli wieder nachsehen. Ähnliches Bild im Hofbräu-Festzelt. Dort heißt es auf der Homepage: „Im Moment können wir leider keine Reservierungsanfragen annehmen, da sich aktuell noch sehr viele Anfragen in der Bearbeitung befinden.“ Nichts geht auch mehr im Hacker, wie Toni Roiderer gegenüber der Bild berichtet: „Unsere beiden Mitarbeiter, die sich immer darum kümmerten, haben geheiratet und sind weggezogen. Die Neuen werden gerade eingearbeitet.“

Oktoberfest 2022 in München: „Brutaler Kampf um Mitarbeiter“ - Sprecher in Sorge

Die überwältigende Nachfrage nutzen Portale wie tischreservierung-oktoberfest.de. Dort wird angepriesen: „Wer diesem entgehen und seinen Besuch auf der Münchner Theresienwiese entspannt und ausgelassen genießen möchte, der kommt mit einer Oktoberfest-Tischreservierung voll auf seine Kosten!“ Doch das entspannte Vergnügen mit einer dortigen Reservierung erfordert einen tiefen Griff in den Geldbeutel.

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Ein „Surprise-Paket“ etwa - das Zelt, wie dem Namen zu entnehmen, ist dabei noch nicht bekannt - kostet von 329€ bis 1.374€. Darin enthalten sind zwei Maß Bier sowie 1 1/2 Hendl. Zwischen zwei bis sieben Sitzplätze sind dann geboten. Doch nicht nur der Kampf mit den Wucher-Portalen ist ein Problem. Wie der Vize-Sprecher der Wiesn, Christian Schottenhamel, gegenüber Bild berichtet, drückt der Schuh auch an einer ganz anderen Stelle:  „Es wird einen brutalen Kampf um Mitarbeiter geben. Wir suchen alle dringend Security-Leute und Küchenpersonal.“ Trotz aller Freude um das Stattfinden der diesjährigen Wiesn gibt es damit noch einige Baustellen. Die Vorfreude auf das Fest wird dies jedoch wohl kaum einschränken.

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