Extra für Wiesn-Besuch angeheuert

Porsche-Besitzer verlangt Schadenersatz von Chauffeur nach Crash mit Rikscha - Urteil gefallen

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Die Anfahrt zum Oktoberfest wurde für einen Augsburger zum Ärgernis.

Ein Porsche-Besitzer heuerte extra für seinen Wiesn-Besuch einen Chauffeur an. Der soll einen Unfall mit einer Rikscha verursacht haben. Nun ist ein Urteil gefallen.

München - Es hätte ein entspannter Wiesn-Besuch werden sollen – ein extra angeheuerter Chauffeur sollte einen Augsburger und seine Frau bequem hinfahren und wieder abholen. Doch als der eigene Porsche danach beschädigt war, sah der Besitzer rot! Laut eines Urteils des Münchner Amtsgerichts hat er jedoch keinen Anspruch auf Schadensersatz.

Der Geschäftsführer einer Augsburger Wirtschaftsberatungsfirma hatte den Münchner Chauffeur gemietet – er sollte ihn und seine Frau im Porsche des Augsburgers zum St.-Pauls-Platz bringen und wieder abholen. Vier Tage nach dem Wiesn-Besuch forderte der Augsburger plötzlich von der Chauffeurvermittlung, sie solle einen Unfall bei der Haftpflichtversicherung melden: Es habe einen Zusammenstoß mit einer Rikscha gegeben. Schaden am Porsche: 2636,93 Euro!

Oktoberfest: Chauffeur hat keine Kollision wahrgenommen

Der Augsburger hätte den Chauffeur direkt nach der Kollision noch gebeten, anzuhalten. Doch der Chauffeur sei einfach gefahren, sodass der Rikschafahrer verschwinden konnte. Die als Zeugin befragte Ehefrau des Augsburgers war keine Hilfe: „Ob das Auto gewackelt hat, kann ich nicht mehr sagen.“ Der Chauffeur sagte aus, er hätte keine Kollision wahrgenommen, nur der Seitenspiegel sei durch eine Rikscha eingeklappt worden.

Weil der Augsburger eine Schuld des Chauffeurs nicht nachweisen konnte, kann er die 2636,93 Euro nicht verlangen. Das Urteil ist nun rechtskräftig.

Eine Maß und ein halbes Hendl - daraus besteht für viele ein Wiesn-Besuch. Doch jetzt sagt der neue Oktoberfest-Chef: Das darf nicht alles sein.

ast

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