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tz auf Baustellen-Besuch

So wird für die Wiesn-Lust gewerkelt

München - Langsam spürt es wohl jeder – das Wiesn-Kribbeln! Die Vorfreude auf das größte Volksfest der Welt hat München schon längst ergriffen, in 38 Tagen geht es los. Die tz hat sich auf der Baustelle umgesehen.

Langsam spürt es wohl jeder – das Wiesn-Kribbeln! Es bringt die Leute dazu, ihre Tracht aus dem Schrank zu holen. Passt man noch rein? Die Vorfreude auf das größte Volksfest der Welt hat München schon längst ergriffen, in 38 Tagen geht es los. Die WM-Party ist ja auch schon viel zu lange her. München hat Lust auf die Wiesn! Und diese wird noch größer wenn auf der Theresienwiese vorbeischaut. Man kann zwar aufgrund eines Bauzauns nicht mehr aufs Gelände gehen (siehe unten), dafür hat sich die tz auf der Mega-Baustelle umgesehen.

Sie geben dem Zelt den Namen

Dank ihnen weiß jeder Wiesn-Besucher in welches Zelt er geht. Die beiden Elektroinstallateure Wolfgang Stöckle (75) und Volkmar Stier (56) bringen die Werbetafeln an die Zelte. Sieben bis acht Kilogramm wiegt ein so ein Buchstabe. „Die Konstruktion ist schwerer als die Buchstaben“, sagt Stier. Für sieben Zelte sind die beiden verantwortlich. Am schwierigsten ist aber die Ochsenbraterei. „Hier leuchten noch Leuchtröhren. Bei anderen Zelten werden die Tafeln indirekt angestrahlt!“

Elektriker aus dem Erzgebirge

Damit die Prominenten im neuen Marstall-Zelt nicht im Dunklen sitzen müssen, verlegt Jürgen Reichelt (60) unter der Tribüne die Kabel für die Tischbeleuchtung. „Das schlimmste wäre es, wenn die Beleuchtung beim Anstich ausfallen würde. Aber keine Angst, das wird nicht passieren!“, sagt er. Der Elektriker aus dem Erzgebirge ist zum ersten Mal beruflich auf der Wiesn. „Es ist schon was Besonderes, für das größte Volksfest der Welt zu arbeiten.“

Planen für eine trockene Party

Hoch hinaus müssen der Zimmerer Martin Winter (35) aus Pfaffenhofen und der Maurer Mehmet Demir (58) aus Augsburg. Sie sorgen dafür, dass im Augustiner-Zelt im Trockenen gefeiert werden kann. Gerade einmal einen Tag brauchen sie, bis das Dach fertig ist. 35 Meter lang und ungefähr 60 Kilogramm schwer ist so eine Plane. Was früher Handarbeit war, erledigt jetzt eine Maschine. Schwindelfrei muss man trotzdem sein! Die kompliziertesten Zeltplanen hat übrigens das Augustiner-Zelt. „Die von den anderen Zelten sind schmaler und leichter“, sagt Winter.

Das wird eine Küche

Kaum vorzustellen, dass hier bald knusprige Hendl und zarter Schweinsbraten zubereitet werden. Hier entsteht die Küche des Schützenzelts! Gerade stellen Maximilian Manzinger (22) aus Sielenbach, Richard Hartl (32) aus Waltershausen und Josef Rummel (54) aus Klingen eine Zwischenwand auf. 200 Kilogramm müssen dafür zentimetergenau bugsiert werden. Lust auf die Wiesn haben die drei aber auf jeden Fall: „Wir gehen schon aufs Fest! Wir müssen doch schauen, ob das Zelt noch steht!“

Schwerstarbeit für den sicheren Stand

Wenn die Besucher im Hofbräuzelt ins Schwanken geraten, liegt das definitiv nicht am Boden. Dafür verantwortlich sind die drei Zeltbauer (von vorne) Felix Tschauder (25) aus Leipzig sowie Thomas Otte (35) und Martin Stöcker (27) aus Jena. Bodenlegen ist Schwerstarbeit. „Man muss die ganze Zeit in der Hocke arbeiten“, sagen die drei. Jede Unebenheit im Boden muss ausgeglichen und jede Kante zugeschnitten werden. Sechs Wochen dauert es, bis der Untergrund verlegt ist.

Zaun & Preise sorgen für Frust

Es ist das Aufreger-Thema unter den Bauarbeitern: Um die komplette Theresienwiese wurde ein Bauzaun gezogen, damit keine Passanten über die Baustelle gehen können. Aber: Eine Brotzeit am Mittag bedeutet nun für die Bauarbeiter entweder einen Mega-Umweg oder der Gang in die Kantine – und das geht ins Geld. Ein Wasser kostet dort zum Beispiel 2,70 Euro! „Wir fühlen uns wie in Alcatraz!“, schimpft ein Bauarbeiter. Vom Zaun aus kann man den Supermarkt sehen, das günstige Mittagessen ist greifbar aber doch so fern. „Wir verstehen, dass keine Leute über die Baustelle gehen sollen, aber wir wollen doch mittags nur was essen!“, sagt Fußbodenleger Karsten B. Ein paar Bauarbeiter öffneten den Zaun, um Mittags rauszukommen. Mittlerweile patrouilliert dort ein Security-Mann. „Das ist wie in einem Gefangenenlager“, meint ein anderer Bauarbeiter. Nicht alle teilen diese Meinung. „Der Zaun ist gut. Früher sind hier Schulklassen durchmarschiert – auf einer Groß-Baustelle!“, sagt Franz Winter von der Ochsenbraterei. Der Streit um den Wiesn-Zaun: Man könnte ihn doch ganz leicht mit einem weiteren Durchgang nur für Bauarbeiter lösen.

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Florian Fussek

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