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Thomas Müller geht „auf jeden Fall“ auf die Wiesn – versteht aber jeden, der es nicht tut

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Von: Lukas Schierlinger

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Müller in Tracht
Thomas Müller (hier bei der Meisterfeier im Mai 2022) kann nachvollziehen, dass einige Münchner der Wiesn mit Skepsis entgegen blicken. © IMAGO/Philippe Ruiz

FC-Bayern-Star Thomas Müller kann eine gewisse Skepsis in Bezug auf das Oktoberfest nachvollziehen. Sein Wiesn-Besuch mit den Kollegen wackelt aber nicht.

München - „Mit der Mannschaft gehen wir auf jeden Fall hin“, versicherte Thomas Müller beim traditionellen Lederhosen-Fotoshooting des FC Bayern auf dem Münchner Nockherberg. Ob er sich auch privat auf der Wiesn blicken lassen werde, wisse er nicht, sagte der 32-Jährige. Nur, „wenn‘s vom Terminkalender reinpasst“. Müller verwies auf die zahlreichen Partien mit dem Rekordmeister und der Nationalmannschaft, die in den kommenden Wochen anstehen.

Oktoberfest-Besuch trotz Corona-Gefahr? Müller kann Zurückhaltung verstehen

Vom 17. September bis zum 3. Oktober soll auf der Theresienwiese das große Corona-Comeback gefeiert werden. Glaubt man einer aktuellen Umfrage, lässt die Wiesn-Euphorie bei vielen Münchnern auf sich warten. Gemäß der Erhebung des Marktforschungsinstituts Appinio wollen 34 Prozent dieses Jahr gänzlich auf einen Oktoberfestbesuch verzichten. Als Begründung liegt die Angst vor Menschenmassen mit 61,8 Prozent noch vor den gestiegenen Preisen (55,9 Prozent) und der Corona-Ansteckungsgefahr (46 Prozent).

Müller zeigt Verständnis für die Zurückhaltung. „Ich freue mich grundsätzlich für alle Beteiligten“, sagte der Fußballprofi am Montag (29. August) auf dem Nockherberg. Er könne aber mit Blick auf volle Bierzelte „auch jeden verstehen, der da noch ein bisschen vorsichtig ist“.

Corona-Entwicklung könnte zu neuen Wiesn-Regeln führen

Die Pandemie-Entwicklung könnte durchaus kuriose Corona-Regeln auf der Theresienwiese mit sich bringen. Ab dem 1. Oktober haben die Länder die Möglichkeit, eine Maskenpflicht für Innenräume vorzugeben. Im Fall eines bayerischen Machtworts wären die letzten drei Tage des Oktoberfests betroffen.

Wiesn-Boss Clemens Baumgärtner äußerte sich jüngst bereits zu einer etwaigen Maskenpflicht in den Festzelten: „Bis dato wurde keine Maskenpflicht in Innenräumen in Bayern verordnet und es fällt mir mit Blick auf die heutigen Inzidenzen schwer zu glauben, dass eine Maskenpflicht bis zum 1. Oktober eingeführt wird und das Oktoberfest betrifft.“ Und wenn es doch so weit kommt? Baumgärtner gibt sich gelassen: „Eine Maskenpflicht auf der Wiesn wäre handhabbar, auch wenn ich sie mir nicht wünsche.“ (lks/dpa)

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