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„Der Pöbel will das teuerste Bier aller Zeiten saufen!“ - Laute Kritik nach Wiesn-Anstich

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Von: Katarina Amtmann

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Das Oktoberfest in München läuft. Der teure Bierpreis schreckt die Wiesn-Besucher nicht ab - sehr zum Unverständnis vieler Menschen.

München - „O‘zapft is!“ Seit Samstag, 17. September um 12 Uhr, ist die Wiesn offiziell eröffnet. Drei Schläge hat Oberbürgermeister Dieter Reiter beim Anstich gebraucht. Seitdem fließt das Bier auf dem Oktoberfest in Strömen.

Oktoberfest in München - Bierpreis auf der Wiesn gestiegen

Für ihre Mass müssen die Besucher in München in diesem Jahr aber tiefer in die Taschen greifen als gewohnt. Durch Corona, den Ukraine-Krieg und die Inflation steigen nicht nur die Preise für Unterkünfte, sondern auch die Bierpreise in den Festzelten. Im Vergleich zur letzten Wiesn 2019 steigen die Preise um 10 bis 20 Prozent. Hier finden Sie die Bierpreise 2022 in den Festhallen in der Übersicht.

Wiesn: „Der Bierpreis ist schon pervers“ - Kritik an Oktoberfest-Preisen

Das sorgt auf Twitter am ersten Wiesn-Wochenende erneut für Diskussionen: „Allein der Bierpreis ist schon pervers. Wer 13 Euro für die Mass bezahlt, dem geht‘s anscheinend noch zu gut“, findet jemand angesichts der aktuellen Krisen. „Ich trinke nicht ein Bier zum Preis von einem Kasten. Bin doch nicht behämmert“, äußert sich eine weitere Person ähnlich. „Über 2 Euro für den Liter Benzin motzen, aber sich auf der Wiesn den Liter Bier 14 Euro kosten lassen“, schreibt ein Mann zu einem Face-Palm-Smiley.

Oktoberfest in München: „Der Pöbel will das teuerste Bier aller Zeiten saufen!“

„Der Pöbel will das teuerste Bier aller Zeiten saufen!“ schreibt jemand sarkastisch. „Wenn die Mineralölkonzerne sehen, dass Millionen Deutsche fürs Bier gerne den 6-fachen Preis bezahlen, kostet Benzin demnächst 8,99 Euro“, befürchtet eine weitere Person. „In Köln bekomme ich für den Preis von einer Mass Bier einen ganzen Kasten bayrisches Weißbier ... 24 Flaschen, also 12 Liter. Sogar von den Brauereien, die in München die Gäste abzocken!“, äußert jemand laute Kritik.

„Wenn Depperte in ein kaltes nasses Zelt rennen, um schlecht eingeschenktes Bier und ebenso komplett überteuerte Speisen essen wollen, welche sie im Lokal um den halben Preis bekommen. Dann nennt man den Irrsinn Oktoberfest“, äußert jemand seine Meinung zur Wiesn.

Start des 187. Münchner Oktoberfests - Bierzelt
Das Bier auf dem Oktoberfest fließt in Strömen - auch wenn es teurer geworden ist. © Felix Hörhager/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Teures Oktoberfest: „Der Preis ist doch ok“

Doch nicht jeder hat etwas am Bierpreis auszusetzen: „Der Preis ist doch ok, in der Kneipe oder Disse bezahlt man ja auch, zwischen 3€-5€ für ne 0,33l Pulle Bier, also zwischen 12€-15€ für ein Liter“, meint jemand. Eine zweite Person fügt hinzu: „Und immer die Lästerei über den Bierpreis. 1 l ca. 13,80€. Aber in Clubs zahlt ihr für ein 0,33l Pils 7 oder 8€. Merkt ihr selber, oder?“ (kam)

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