Welches Lied wird der Wiesn-Hit?

An Tagen wie diesen brennt da Huat

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Der "Bussi-Song" und "Tage wie diese" kommen im Hackerzelt besonders gut an, wenn sie Wolfgang Probst und markus Weber von den "Korchdorfern" anstimmen.

München - Wenn zehntausende Kehlen im Bierzelt ein Lied singen, dann ist ein Wiesn-Hit geboren. Heuer kämpfen fünf Düsseldorfer gegen einen Österreicher – und eine Oktoberfest-Kapelle schickt ein eigenes Lied ins Rennen.

Mei, der Text ist wirklich nicht einfach. Hubert von Goisern hat mit „Brenna tuats guat“ einen Zungenbrecher für alle Nicht-Österreicher abgeliefert – und könnte trotzdem den Wiesn-Hit landen. Ungewöhnlich, denn eigentlich muss der möglichst einfach sein. Im Schützenzelt kommt das Lied bisher trotzdem am besten an, sagt Walter Bankhammer von den „Niederalmern“. „Egal, ob man den Text kann – bei der Zeile ,brennt da Huat‘ schreien s’ alle.“

Für Wirt Christian Schottenhamel ist die Sache klar: „Auf Platz eins sind die Toten Hosen“, sagt er. „Danach kommen ,Brenna tuats guat‘, ,Schatzi, schenk mir ein Foto‘ und ,Nossa‘.“

Im Hackerzelt sehen die „Kirchdorfer“ vor allem ihr eigenes Lied auf dem besten Weg zum Wiesnhit. Der „Bussi-Song“ komme super an, versichert Thomas Wohlschläger. Die Refrainzeile lautet: „Bussi, Bussi, Bussi und a Batschal aufn Popo“ – das lässt sich auf der Bierbank leicht in die Tat umsetzen. „Die Toten Hosen können aber auch mithalten“, sagt Wohlschläger. Ansonsten sind im Hackerzelt immer noch die Klassiker wie „Fürstenfeld“ und „Die Hände zum Himmel“ gefragt. „Wenn wir die nicht spielen, wären die Leute enttäuscht.“ Dass ihr Lied mal ein solcher Klassiker werden könnte, wagen die „Kirchdorfer“ nicht zu hoffen. „Das wäre ein Sechser im Lotto, aber wir machen das nicht wegen eines Millionengeschäfts, sondern weil’s Spaß macht“, sagt Wohlschläger.

Damit ein Lied wirklich zur Oktoberfest-Hymne wird, müssen viele Faktoren passen. „Es braucht einen Klatscher-Rhythmus, einen einfachen Text und eine eingängige Melodie“, sagt Christian Sachs. Nicht zuletzt muss das Lied rechtzeitig bekannt werden, in Aprés-Ski-Hütten oder auf anderen Volksfesten. Daran war im vergangenen Jahr der Österreicher Andreas Gabalier gescheitert – „der war zu spät dran“, sagt Sachs. Heuer wird Gabaliers „I sing a Liad für di“ zwar gespielt, doch zum richtigen Hit reicht es wohl nicht.

Alois Altmann, Chef der Plattlinger Isarspatzen, hat es im Hofbräuzelt mit einem sehr internationalen Publikum zu tun – und dort sind Zeilen wie „Aber hoazen toan ma Woazen und de Ruabn und den Kukuruz, wann ma lang so weiter hoazen brennt da Huat“ (von Goisern) wirklich zu viel verlangt. Die Toten Hosen kommen besser an. „Das könnte hitverdächtig sein“, sagt Altmann. Auch Oldies wie „Time of my life“ funktionieren – aber einige Hits der letzten Jahre haben mittlerweile ausgedient. „Das Fliegerlied zum Beispiel geht nicht mehr so gut“, sagt Altmann. Definitiv auf einen Wiesn-Hit festlegen mag sich der Kapellmeister aber noch nicht – immerhin hat die Party gerade erst begonnen.

Auch die User von Oktoberfest-live haben ihren Wiesn-Hit gewählt.

Von Ann-Kathrin Gerke und Philipp Vetter

Quelle: Oktoberfest live

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