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Die Wiesn-Halbzeitbilanz: Glühwein auf dem Oktoberfest – und die erste Woche in Zahlen

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Von: Felix Herz

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Halbzeit beim 187. Oktoberfest in München – wie fällt die Bilanz im Comeback-Jahr aus?
Halbzeit beim 187. Oktoberfest in München – wie fällt die Bilanz im Comeback-Jahr aus? © STL / IMAGO

Das zweite Wiesn-Wochenende neigt sich dem Ende – und das heißt Halbzeit fürs 187. Oktoberfest. Von miesem Wetter bis zum jüngeren Publikum: Ein erstes Fazit.

München – Sonntagabend, 25. September – das zweite Wiesn-Wochenende ist fast vorbei. Seit dem Anstich am Samstag vor einer Woche (17. September) hieß es nach zwei Jahren Corona-Pause auf der Theresienwiese in München wieder: „O’zapft is!“ Vor dem Start des Oktoberfestes hatte man mit einigen Spielverderbern gerechnet: Corona-Sorgen, die deutlich teureren Preise – doch am Ende ist es nun hauptsächlich das Wetter, das die diesjährige Wiesn ziemlich ins Wasser fallen lässt.

Kein schönes Wiesn-Wetter: Oktoberfest fällt ins Wasser

Die bisherigen acht Wiesn-Tage waren meist verregnet und kalt. Nur am Donnerstag (22. September) und Freitag (23. September) schaffte es die Sonne, die dichte Wolkendecke mal zu durchbrechen und für mehrere Stunden am Stück zu scheinen. Das schlechte Wetter sei auch der Grund für die diesjährigen Besucherzahlen, meint Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU). Rund drei Millionen Gäste suchten bisher die Festwiese auf – etwa 300.000 weniger Menschen, als im Vergleichsjahr 2019.

Und die Wetteraussichten für die kommende Woche sind nicht besser. Daher habe man nun entschieden, so Baumgärtner, ab Sonntag (25. September) Eisständen zu gestatten, Glühwein auszuschenken. Sie leiden besonders unter dem schlechten Wetter und der Glühwein erlaube es den Besuchern, sich auch außerhalb vom Zelt innerlich aufzuwärmen. Dank Glühwein-Duft in der Luft herrscht so auf dem Oktoberfest inzwischen auch besinnliche Weihnachtsstimmung.

Oktoberfest-Halbzeitbilanz: Polizei legt Zahlen vor – Corona spielt keine Rolle

Indessen vermeldet die Polizei bisher 923 Einsätze – 2019 waren es zur selben Zeit 1010. Die Beamten freuen sich: „Bei den zahlreichen Wiesn-Besuchern konnte zumeist eine sehr positive und friedliche Grundstimmung festgestellt werden“, heißt es im offiziellen Bericht. Allerdings gab es mehr Widerstand gegen Polizeibeamte, mehr Taschendiebstähle und etwas mehr Sexualdelikte – darunter aber keine Vergewaltigung. 120 Anzeigen wegen Körperverletzungen stehen zu Buche, 17 Mal davon wurde der Masskrug zur Waffe.

Corona scheint keine allzu große Rolle auf dem Oktoberfest zu spielen. Das durchschnittlich etwas jüngere Publikum im Vergleich zu den Vorjahren feiert im Zelt dicht an dicht. Masken bleiben die absolute Ausnahme. Auch auf den Straßen, wenn es nicht gerade regnet, drängen sich die Besucher durch die vollgestopften Gassen. Laut Festleitung gibt es weder bei den Wirten, noch bei den Schaustellern Personalengpässe wegen coronabedingter Ausfälle. Mediziner und Politiker rechnen aber mit einer Corona-Welle nach der Wiesn.

Oktoberfest 2022: Wiesn-Hit, Promi-Schaulaufen und weitere Zahlen

Als Wiesn-Hit kristallisiert sich immer mehr „Layla“ heraus, das wegen Sexismus-Vorwürfen umstritten ist. Die Wiesn-Wirte wollten das Lied eigentlich nicht spielen. Wenig überraschend haben die Diskussionen dem Song Auftrieb verliehen. Und wie in jedem Wiesn-Jahr zeigen sich auch 2022 zahlreiche Promis. Sehr umjubelt war zum Beispiel der Auftritt von Arnold Schwarzenegger.

Auch in anderen Zahlen spiegelt sich der diesjährige Besucherrückgang wider: Den Wirten zufolge falle der Bierkonsum im Vergleich zu 2019 rund 15 Prozent geringer aus, die Sanitätstation durfte 30 Prozent weniger Patienten und Patientinnen begrüßen. Die Hälfte der rund 2600 Behandlungen war aber alkoholbedingt – manches bleibt also doch beim alten. (fhz)

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