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„Söder wusste davon“: Vermeintliche Meldung zum Wiesn-Auftakt wird ganz verschieden interpretiert

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Von: Lukas Schierlinger

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Söder Reiter
Markus Söder kurz nach dem Wiesn-Anstich neben Oberbürgermeister Dieter Reiter. © IMAGO / SNA

Mit einer ironisch formulierten Oktoberfest-Meldung sorgt ein Journalist für Aufsehen auf Twitter. Die User diskutieren Grundsätzliches.

München - Ist ein Wiesn-Besuch kultureller Hochgenuss? Oder dient er lediglich dazu, Zeuge einer orchestrierten Massenenthemmung zu werden? Die Meinungen gehen auseinander. Am Samstag (17. September) hat das Corona-Comeback auf der Theresienwiese offiziell begonnen. Traditionell oblag es dem Oberbürgermeister der Stadt München - in diesem Fall Dieter Reiter (SPD) - die Feierlichkeiten zu eröffnen.

Oktoberfest: Tweet zu „Drogenkartell“ auf Twitter - Befürworter und Kritiker diskutieren

Ob Lorenz Meyer zu den großen Fans des Oktoberfests gehört, ist nicht überliefert. Mit einem Beitrag auf Twitter hat der Journalist und Autor für Aufsehen gesorgt. Meyer näherte sich der Wiesn mit einem Augenzwinkern. Nachfolgend seine „Meldung“ zum Auftakt im Wortlaut:

„Weltweit größtes Drogenkartell identifiziert: In München haben Dealer auf einer Wiese Zelte errichtet, um dort gewerbsmäßig Betäubungsmittel abzugeben. Die Rauschgifthändler hätten mit Zustimmung der bayerischen Landesregierung gehandelt, so ein Insider („Söder wusste davon“).“

„Söder wusste davon“: Vermeintliche Wiesn-Meldung führt zu Grundsatzdebatten

Am Montagvormittag (19. September) hatte der Tweet bereits knapp 3000 Likes gesammelt. Meyers Sinn für Humor verstehen die meisten User, diskutieren unter dem Beitrag dennoch eifrig.

„‘Bierleichen im Minutentakt‘ ist einfach unsere Kultur“, kommentiert ein User. Für ihn kommen die Feierlichkeiten auf der Theresienwiese offenbar der oben erwähnten orchestrierten Massenenthemmung gleich. Ein anderer Leser sieht das Oktoberfest aus einem ganz anderen Grund kritisch: „Ist das die parallele Veranstaltung zu ‚Energie verschleudern für Fortgeschrittene‘?“

Bei all der Kritik an der Wiesn, manche Twitter-User können die Vorwürfe nicht mehr hören. Einer formuliert exemplarisch: „Immer mehr Leute versuchen ihre Meinung anderen Menschen aufzuzwingen. Werdet doch bitte wieder Mensch, lebt euer Leben und lasst andere Menschen daran teilhaben. In guten wie in schlechten Zeiten ...“

Eine gänzlich andere Lesart bringt dann Twitter-User „Solidaritäter“ mit in die Debatte: „Bei dem stetigen Kampf der Intellektuellen gegen die Wiesn, spürt man die Sehnsucht dabei zu sein, jedoch möchte man sich dem Proletariat nicht offenbaren.“

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