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Wird „Layla“ zum Wiesn-Hit 2022? Oktoberfest-Chef hat einen anderen Favoriten

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Von: Thomas Eldersch

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Der umstrittene Party-Song „Layla“ steht bei den Oktoberfestbesuchern hoch im Kurs.
Der umstrittene Party-Song „Layla“ steht bei den Oktoberfestbesuchern hoch im Kurs. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Die einen lieben ihn, die anderen verteufeln ihn – den Party-Hit „Layla“. Jetzt könnte das umstrittene Lied auch noch zum Wiesn-Hit 2022 avancieren.

München – Über kaum ein Lied wurde in den vergangenen Wochen mehr diskutiert als über „Layla“. Der Party-Song von DJ Robin & Schürze spaltete die Meinungen in ganz Deutschland. Und eigentlich sollte das für viele als sexistisch angesehene Lied gar nicht auf dem Oktoberfest gespielt werden. Die zahlreichen Besucher der Wiesn sehen das allerdings anders.

„Layla“ als Wiesn-Hit 2022? Für Söder ein Beispiel von freier Meinungsäußerung

Trotz des Verbots und der Entschärfung des Textes durch einige Wiesn-Kapellen mausert sich „Layla“ zum Wiesn-Hit 2022. Immer wieder fordern Besucher das Lied oder stimmen es einfach selbst an. Das entging auch nicht dem Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU).  „Nach allem, was man so hört von verschiedenen Quellen, könnte ‚Layla‘ schon das Zeug zum Wiesn-Hit haben – aber die Wiesn ist noch nicht vorbei“, sagt er im Gespräch mit der dpa. Der Song sei auf dem Fest oft zu hören. „Der absolute Nummer-1-Wiesn-Hit ist weiter das ‚Prosit der Gemütlichkeit‘“, betonte Baumgärtner.

In die Diskussion um den Party-Hit mischte sich auch schon Landesvater Markus Söder (CSU) ein. Für ihn sei es ein Ausdruck der Freiheit, dass jeder singen könne, was er wolle. Bei der Opposition – den Grünen – kam die Party-Hymne allerdings nicht so gut an. Sie selber mussten sich aber auch Kritik anhören. Ihnen wurde das Feiern ohne Maske auf dem Oktoberfest vorgeworfen.

Geht es nach der Gema, ist ein Oktoberfest-Klassiker heißer Anwärter auf den Wiesn-Hit 2022

Schon vor dem Oktoberfest hatte es landauf, landab Diskussionen um den Text des Songs „Layla“ von DJ Robin & Schürze gegeben, der es auf den ersten Platz der deutschen Charts schaffte: „Ich hab‘ ‚n Puff – und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler.“ Würzburg hatte „Layla“ auf dem Kiliani-Volksfest untersagt, auf der Düsseldorfer Kirmes verboten die Schützen das Lied als Veranstalter in ihrem Festzelt.

Ursprünglich einigten sich die Festwirte darauf, auf das Lied zu verzichten. Wirtesprecher Peter Inselkammer sagte damals, dass die Menge das Lied aber anstimme, könne nicht verhindert werden. Offensichtlich hatte das Festpublikum nun tatsächlich einen anderen Geschmack als die Wirte. Aber noch steht der Wiesn-Hit 2022 nicht fest und der Favorit von Wiesn-Chef Baumgärtner hat noch gute Chancen. Denn, was auch immer in den vergangenen Jahren zum Wiesn-Hit gekürt wurde: Laut der Verwertungsgesellschaft Gema lag mindestens 2016, 2017 und 2018 das „Prosit der Gemütlichkeit“ auf Platz eins. (tel mit dpa)

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