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Wiesn-Wucher: Unseriöse Reservierungsangebote im Netz - „Risiko hoch, dass Eintritt verweigert wird“

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Von: Lukas Schierlinger

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Oktoberfest-Tische reservieren
Tische in den Festzelten auf der Wiesn sind heiß begehrt: Besucher sollten sie dennoch ausschließlich direkt über die Websites der Festzelte reservieren. © Tobias Hase/dpa-tmn

Wer sich vorab einen Tisch auf dem Oktoberfest sichern möchte, sollte genau hinschauen. Die Verbraucherzentrale warnt vor Wucher-Deals im Netz.

München - In weniger als vier Wochen will Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Oktoberfest offiziell eröffnen. Selbst wenn eine aktuelle Umfrage nahelegt, dass viele Münchner derzeit noch auf die Euphoriebremse steigen: Tischreservierungen in den Festzelten sind auch in diesem Jahr heiß begehrt.

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt explizit vor unseriösen Angeboten. „Die hohe Nachfrage wird ausgenutzt und Reservierungen werden zu horrenden Preisen über das Internet weiterverkauft“, heißt es in einer Presseaussendung.

Reservierungen auf dem Oktoberfest: Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Angeboten

Anfang Juli hatte das Oberlandesgericht München die Geschäftspraktik einer Eventagentur als irreführende Handlung bewertet. Viele Wiesn-Wirte behalten sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, nur Besucher ins Zelt zu lassen, die Tischreservierungen bei ihnen direkt erworben haben.

Im vor Gericht verhandelten Fall bot die Online-Agentur Wiesn-Tische in der Ochsenbraterei für 1990 bis 3299 Euro an. Beim Zeltbetreiber selbst wurden maximal 400 Euro für einen Tisch mit zehn Personen verlangt.

Wiesn: „Risiko hoch, dass der Eintritt ins Zelt trotz teurer Reservierung verweigert wird“

Weiterhin finden sich reichlich unseriöse Reservierungsangebote zu Wucherpreisen im Netz.­ ­„Um auch wirklich mit einer gültigen Tischreservierung Einlass ins Festzelt zu erhalten, sollten Interessenten ihre Reservierungen ausschließlich über die Webseiten der Festzelte buchen“, rät Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Von einem Kauf auf Ticketbörsen rät sie ab: „Das Risiko ist hoch, dass der Eintritt ins Zelt trotz teurer Reservierung verweigert wird“.

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