Mehrere Polizei-Einsätze auf der Wiesn

22-Jähriger schlägt Kellner Masskrug auf den Kopf

Nicht nur die Polizei, auch der Notarzt hat auf der Wiesn immer einiges zu tun.

Als Wiesn-Bedingung muss man auf dem Oktoberfest einiges aushalten. Das mussten zwei Bedienungen am Sonntag nun am eigenen Leib erfahren.

München - Während sich die Besucher auf der Wiesn amüsieren, hat die Münchner Polizei allerhand zu tun. Vor allem Maskrugschlägereien und Verletzungen halten die Beamten auf Trapp.

Fall 1: Dass eine Wiesn-Bedienung einiges aushalten muss, wurde auch an diesem Wochenende wieder deutlich. Als die 23-jährige Bedienung gerade dabei war den Biergartenbereich aufzuräumen, bemerkte sie einen Streit zwischen einem Pärchen und einem anderen Mann. Eine der Streitenden hob plötzlich einen leeren Bierkrug und wollte diesen in die Richtung des Mannes zu werfen. Allerdings entglitt ihr beim Ausholen der Krug und flog der vorbeilaufenden Bedienung direkt auf den Kopf. Sie erlitt eine Kopfverletzung.

Fall 2: Schnittverletzungen von Masskrügen erhielten zwei Männer im Alter von 19 und 59 Jahren im Streit miteinander. Der Jugendliche schlug dabei mit seinem Krug gegen den Krug des anderen Mannes und warf ihn anschließend auf ihn, jedoch ohne Erfolg. Im Streit ging allerdings einer der Krüge zu Bruch, wodurch sich beide Männer an den Händen verletzten.

Fall 3: In einem Festzelt tanzten am Abend einige Personen auf den Bierbänken, als ein 53- jähriger Kellner mehrere volle Bierkrüge auf dem Biertisch abstellte. Die Feiernden warfen sie aber einfach vom Tisch, bezahlten diese aber nach Aufforderung des Kellners anstandslos. Während der 53-Jährige die Krüge vom Boden wieder aufhob, schüttete ihm ein 22-Jähriger zunächst Bier in den Nacken und schlug ihm anschließend auch noch den Krug auf den Kopf. Der Kellner ließ sich dies nicht gefallen und wehrte sich verbal. Daraufhin wurde er von dem 22-Jährigen und dessen 24- jährigem Freund sowie einem weiteren Unbekannten am Hals festgehalten und geschlagen. Ein Ordner übergab die Kontrahenten einer Polizeieinsatzgruppe.

Fall 4: Weitere Verletzungen durch Masskrüge erhielten zwei Männer im Alter von 24 und 22 Jahren, die in einem Zelt in Streit gerieten. Einer schlug dabei dem anderen mit dem Krug auf die Hand, wodurch dieser eine Schnittverletzung erlitt.

Fall 5: Gegen 23 Uhr ereignete sich ein weiterer Zwischenfall. Ein 41-Jähriger aus Sierra-Leone schlug in einem Festzelt seine Ex-Freundin. Zwei Polen, die den Vorfall beobachteten, eilten der Frau zu Hilfe, wurden aber von dem 41-Jährigen mit dem Krug verletzt.

Fall 6: Fast zu einer Masskrugschlägerei kam es gegen 22 Uhr am Abend in einem Festzelt: Dort randalierten ein 27-jähriger Unternehmensberater und seine Bekannten. Nachdem dem 27-Jährigen Hausverbot erteilt worden war, versuchte dieser einem vor ihm gehenden 40-jährigen Ordner einen Masskrug auf den Hinterkopf zu schlagen. Im letzten Moment konnte ein weiterer Ordner den Schlag jedoch verhindern. Der Mann wurde der Polizei übergeben.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Gib Strom, Nadine! Wiesn-Madl bekommt Elektro-Flitzer
Gib Strom, Nadine! Wiesn-Madl bekommt Elektro-Flitzer

Kommentare