Letzter Wiesn-Samstag

Polizei-Marathon: Einsätze von Sexualdelikt bis Hitlergruß

Der letzte Wiesn-Samstag bescherte den Wirten und Schaustellern satten Umsatz - und der Bundespolizei einen Einsatz-Marathon rund um Theresienwiese und Hauptbahnhof.

München - Einsätze am laufenden Band: Für die Polizei war der letzte Wiesn-Samstag aller andere als lustig. Jede Menge Gewaltstraftaten sowie auch anderer Delikte, wie einen in einer S-Bahn vor jungen Frauen onanierenden Mann, erforderten das Eingreifen der Beamten.

Männer prügeln an Hackerbrücke aufeinander ein 

Kurz nach Mitternacht schlugen ein Somalier (1,56 Promille) und ein mit 0,38 Promille alkoholisierter Nigerianer (beide 20 Jahre alt) aus unbekannten Gründen an der Hackerbrücke aufeinander ein.

Gruppe legt sich mit DB-Sicherheitspersonal an

Wenig später kam es, erneut an der Hackerbrücke, zu einem Streit von fünf Männern mit DB-Sicherheitspersonal. Die Fünf im Alter von 18 sowie je zweimal 28 und 29 Jahren blockierten vom Bahnsteig aus die Türe einer abfahrbereiten S-Bahn. Als sie Aufforderungen dies zu unterlassen nicht befolgten, kam es zu körperlichen Attacken gegen die DB-Mitarbeiter. Dabei wurden zwei der Sicherheitskräfte am Knöchel bzw. an der Hand so verletzt, dass sie ihren Dienst abbrachen und sich zur Behandlung ins Krankenhaus begaben.

37-Jähriger schlägt zu und landet beim Haftrichter 

Kurz vor zwei Uhr fiel ein 37-jähriger, gebürtiger Oberschwabe aggressiv an der Hackerbrücke auf. Er schlug einem DB-Sicherheitsmitarbeiter mit der Hand ins Gesicht. Dabei verletzte sich der 37-Jährige an der Hand. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme sowie die Haftrichtervorführung an.

Mann wirft mit Glasflaschen um sich

Nach etwas ruhiger Mittags- und Nachmittagszeit warf, kurz vor 18 Uhr, ein 52-Jähriger am Haupteingang des Münchner Hauptbahnhofes mit Glasflachen um sich. Einem von Bundespolizisten ausgesprochenem Platzverweis kam er nicht nach. Bei der, nach Androhung, zwangsweisen Durchsetzung schlug er wiederholt nach Einsatzkräften, die er zudem beleidigte und bedrohte.

28-Jähriger will Streit schlichten und bekommt Prügel

Beim Versuch einer Streitschlichtung unter Bekannten brach einem 28-Jährigen aus Weiltingen, Lkr. Ansbach, ein Schneidezahn. Ein alkoholisierter 23-Jähriger (2,16 Promille) aus dem unterfränkischen Hofheim hatte ihm am Ausgang Bayerstraße des Hauptbahnhofes mit der Hand ins Gesicht geschlagen und sich dabei an der Hand verletzt. Zuvor war es wegen des Anrempelns der Freundin des 23-Jährigen mit einem weiteren Mann aus der Gruppe des 28-Jährigen zu Unstimmigkeiten gekommen. 

Mann mit 3,58 Promille zeigt mehrfach Hitlergruß

Ein 19-Jähriger aus Dettingen an der Iller (3,58 Promille) hob am Ausgang Bayerstraße des Hauptbahnhofes mehrfach den rechten Arm und rief "Heil Hitler". Zivilkräfte der Bundespolizei unterbanden den Spuk und nahmen den Mann fest. Die Kollegen der Bayerischen Landespolizei werden die Strafanzeige wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen weiterbearbeiten. 

Mann onaniert in S-Bahn vor drei Mädchen 

Ein 39-jähriger onanierte gegen 21 Uhr vor drei 16 Jahre alten Mädchen in einer S-Bahn (S2 aus Petershausen). Die drei Mädchen aus Dachau reagierten richtig. Sie stimmten sich kurz ab, was zu tun sei und stiegen an der Hackerbrücke aus, weil sie am Bahnsteig Uniformierte erkannten. Der 39-Jährige mit Wohnsitz in Dachau versuchte noch zu flüchten, doch Beamte der Bundespolizei nahmen ihn am Bahnsteig fest.

Handfester Streit am Gleis 11

Eine halbe Stunde vor Mitternacht gerieten am Gleis 11 des Hauptbahnhofes ein 22-jähriger Argentinier und ein 21-jähriger Türke aneinander. Bei der körperlichen Auseinandersetzung der mit rund 1,9 Promille Alkoholisierten zog sich der Türke eine Nasenfraktur zu. Er kam in die Klinik.

mm/tz

  

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