Bewertungssystem soll helfen

Grüne monieren: Regional ist nicht gleich Bio auf der Wiesn

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Massentierhaltung und qualvolle Haltungsbedingungen werden stark kritisiert.

München - Die Grünen teilten mit, dass die rosa Liste sich erneut gegen die geplante Entwertung der für Bioqualität vergebenen Punkte bei der Zulassung zum Oktoberfest einsetzt.

Eine entsprechende Vorlage von Wirtschaftsreferent Schmid war Anfang des Monats vertagt worden, weil auch in anderen Fraktionen Zweifel an der Aufwertung des Kriteriums „regional“ und der gleichzeitigen Abwertung des Kriteriums „bio“ aufgekommen waren. 

Ein Antrag der Stadträtinnen Lydia Dietrich und Sabine Krieger fordert nun, für das Zulassungsverfahren ein Bewertungssystem für Ökologie zu entwickeln. Das System soll Bio-Produkte positiver einstufen als regionale Lebensmittel. Folgende Bewertung soll für Lebensmittel zu Grunde gelegt werden: Biologisch und regional aus Bayern (höchste Punktzahl), biologisch (hohe Punktzahl), artgerecht (mittlere Punktzahl), regional aus Bayern (geringere Punktezahl). 

Sabine Krieger wies darauf hin, dass die von Schmid vorgeschlagene Abwertung des Kriteriums „Bio“ und dessen Gleichstellung mit dem Herkunftsmerkmal „Regional“ alle Bemühungen zunichte zu machen drohe, dem Kriterium Ökologie und insbesondere biologischer Lebensmittel eine größere Bedeutung bei den Münchner Volksfesten zuzuordnen. Krieger listet in ihrem Antrag zahlreiche ökologische Nachteile auf, die auch Fleischprodukte aus Bayern aufweisen. 

Sabine Krieger findet: „Insbesondere die Massentierhaltung mit ihren qualvollen Haltungsbedingungen und all ihren problematischen Auswirkungen auf die Umwelt wird von Siegel „Geprüfte Qualität aus Bayern“ nicht ausgeschlossen. Lydia Dietrich sagt: „Am liebsten sind uns Bio-Produkte regionaler Herkunft. Die Bedeutung von Bio-Qualität darf nicht durch solche Manöver herabgestuft werden, obwohl die Akzeptanz der Wirte und Standbetreiber bisher da war. Wir verlangen daher eine klare Aufwertung der Bio-Qualität im Zulassungsverfahren für die Wiesn.“

Sieben Sachen, die der Wiesngänger nicht braucht

„Mogst schunkeln?“: Auch der Schunkelhaken erleichtert das Anbandeln. © fkn
Dient dem Stressabbau: der Knautsch-Doni. © fkn
Für winzige Wiesngänger: der Nuckelkrug. © fkn
Schunkelhilfe leistet der Musiker Fredl Fesl mit seiner Erfindung. © fkn
Auf jeden Fall ein Hingucker: Gold-Tattoos statt Schmuck zum Dirndl. © Clemens Mayer/fkn
„Mogst obandeln?“: Die Intention ist hier klar. © Schlaf
„Holareidulijö“: Diese Maschine jodelt auf Knopfdruck. © Schlaf

pm

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