Bis zum 31. Mai

Rotes Kreuz muss Wiesn-Zentrale räumen - Streit geht in die nächste Runde

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Gut bestückt: In der Sanitätswache am Fuße der Bavaria lagern die Gerätschaften, die das BRK während der Wiesn benötigt. Jetzt endet der Mietvertrag.  

Das BRK muss seine Wiesn-Zentrale bis zum 31. Mai räumen – allerdings wird erst am 4. Juni über den Einspruch gegen die Vergabe verhandelt. 

Der Streit der Stadt mit dem Roten Kreuz (BRK) geht in die nächste Runde: Nachdem das BRK bei der Vergabe des Wiesn-Sanitätsdienstes nicht zum Zuge gekommen ist, müsste es die Sanitätsstation auf der Theresienwiese bis zum 31. Mai vollständig räumen. So steht es zumindest im Mietvertrag. Der Haken: Ob das BRK den Wiesn-Auftrag wirklich verliert, wird am 31. Mai noch gar nicht abschließend feststehen.

Denn das BRK wehrt sich gegen die Vergabe an den Konkurrenten Aicher Ambulanz und hat ein Nachprüfungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern eingeleitet (wir berichteten). Am 4. Juni wird die Sache mündlich verhandelt. Deshalb hat das Rote Kreuz die Stadt um Aufschub gebeten – eine Entscheidung darüber steht noch aus. „Das BRK ist zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden“, sagt ein Sprecher.

Wert von bis zu 250.000 Euro

Die könnte so aussehen, dass die Stadt zumindest bis zur Verhandlung am 4. Juni einen Aufschub gewährt. Sicher ist dies aber keineswegs – und die Zeit drängt. Denn die Sanitätsstation müsste quasi besenrein an die Stadt übergeben werden. Die dreiräumige Einsatzleitung – mit Funk und Technik wie in einem Flughafentower – müsste leer geräumt werden. Das Gleiche gilt für die Behandlungsräume mit ihren medizinischen Gerätschaften und den Liegen. Gestrichen werden müsste ebenfalls.

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So oder so: Sollte das Rote Kreuz mit der Nachprüfung scheitern, müsste ein Platz für die zahlreichen Gerätschaften gefunden werden. Diese sollen einen Wert von bis zu 250 000 Euro haben – benötigt werden sie ausschließlich für das Oktoberfest. Offenbar ist das BRK parallel bereits auf der Suche nach geeigneten Lagerräumen.

Zwischenlagerung war nie nötig

Bisher war eine solche Zwischenlagerung nie nötig – obwohl die Sanitätsstation auch in der Vergangenheit eigentlich jährlich zum 31. Mai hätte geräumt werden müssen. Da das BRK in den vergangenen 133 Jahren aber ununterbrochen für den Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest verantwortlich war, musste es die Räumlichkeiten nie verlassen. „Die Stadt hat die Lagerung der Gerätschaften in der Sanitätsstation bisher immer geduldet“, bestätigt ein BRK-Sprecher. Wie es nach dem 31. Mai weitergeht, ist noch nicht klar – eine Entscheidung müsste aber in den kommenden Tagen fallen. Die Planung des Sanitätsdiensts für die Wiesn wird heuer ohnehin sportlich: Bisher hatte das BRK immer bereits Mitte April mit der Organisation der 2313 Ärzte- und Helferschichten für das Oktoberfest begonnen.

Marc Kniepkamp und Sascha Karowski

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