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Wiesn findet nur statt, wenn Verträge unterzeichnet werden: Alle Zweifel ausgeräumt?

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Von: Phillip Plesch

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Lange ging es hin und her: Findet die Wiesn statt oder nicht? Spätestens am Montag sollen alle Zweifel beseitigt sein. Dann gibt es die Verträge.

München - Mittlerweile sind die Tage bis zur Wiesn schon an nur noch zwei Händen abzuzählen. Am 17. September geht’s unterhalb der Bavaria endlich wieder rund. Am kommenden Montag sollten endgültig alle Absage-Zweifel beseitigt sein: Denn dann halten die Wirte der Festzelte die Verträge zur Austragung in der Hand.

Oktoberfest: Verträge zur Austragung gibt‘s am Montag - „Reine Formsache“

„Das ist reine Formsache“, sagt Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner. Der Beschluss vom Mai hat Bestand, Technik und Hintergrund seien hinlänglich erläutert. Über die Austragung musste zuletzt auch nicht mehr diskutiert werden. „Es hat einfach nichts Negatives gegeben, wir bewegen uns mitten innerhalb der Gesetzeslage“, sagt der Wiesn-Chef.

Ein volles Zelt auf dem Oktoberfest: Nach zwei Jahren Pause wird es 2022 wieder so aussehen. (Archivbild)
Ein volles Zelt auf dem Oktoberfest: Nach zwei Jahren Pause wird es 2022 wieder so aussehen. (Archivbild) © McPHOTO/Jochen Müller/imago

Im Mai war das noch nicht absehbar. Daher hatte die Stadt entschieden: Das Wirtschaftsreferat müsse sicherstellen, dass im Falle einer Absage keine Schadensersatzzahlungen für die Stadt fällig werden. Eine externe Kanzlei gab schließlich den Weg vor. Es gab dieses Jahr zwei Verträge für Wirte und Schausteller: Einen für die Zeit des Aufbaus und einen für die 17 Austragungstage der Wiesn. Wäre das Oktoberfest zwischen Start des Aufbaus und Beginn der Wiesn abgesagt worden, wären die Wirte auf ihren Kosten im Millionenbereich sitzen geblieben.

Risiko für die Wiesn-Wirte heuer höher: „Natürlich eine schwierige Situation“

„Für uns war das heuer natürlich eine schwierige Situation“, sagt Wiesn-Wirte-Sprecher Peter Inselkammer. Nach internen Diskussionen war für die Wirte aber immer klar: Wir wollen alle dazubeitragen, dass das große Fest stattfindet! „Wenn wir nicht daran glauben, wird es nicht funktionieren“, betont Inselkammer.

Die Wirte können das Vorgehen der Stadt aber nachvollziehen. „Auch jeder Unternehmer versucht, sein Risiko zu minimieren“, stellt Festwirt Christian Schottenhamel klar. Er habe sich daher gar nicht groß mit dem kommenden Montag beschäftigt. Zweifel? Fehlanzeige!

Im Servicebüro auf der Theresienwiese erhalten die Wirte übrigens dann ihre von Baumgärtner unterzeichneten Verträge. Die Schausteller sind am Dienstag dran.

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