Feuerwehreinsatz in Pasing: Bahnhof komplett gesperrt - S-Bahnen enden früher

Feuerwehreinsatz in Pasing: Bahnhof komplett gesperrt - S-Bahnen enden früher

Stühlerücken der ganz Großen

Schottenhamel: Wird er der Nockherberg-Nachfolger?

+
Abschied vom Löwenbräukeller: Christian Schottenhamels Pachtvertrag am Stiglmaierplatz endet im März 2017.

München - Stühlerücken bei den Münchner Wirten – Christian Schottenhamel könnte dabei zum großen Gewinner werden. Diese neuen Möglichkeiten bieten sich dem Wirt nun.

Bei den Münchner Wirten kommt es zum großen Stühlerücken: Edi Reinbold hat den Löwenbräukeller gekauft, Leidtragender war Christian Schottenhamel. Der will deshalb nach dem nächsten Starkbierfest den Nockherberg übernehmen, die „Abendzeitung“ kürte ihn bereits zum „Nockherberg-Nachfolger“. Sicher ist das aber noch nicht.

„Wirtshausskandal“, „sinnlos“ – so äußerten sich im September 2015 Politiker und Verbände zum Gerücht, dass der Franziskaner vor dem Aus stehe. Die Familie von Finck, der das Haus in der Residenzstraße gehört, wollte dem Vernehmen nach keine Gastronomie mehr im Haus. Stattdessen vermuteten viele, Edi Reinbolds Franziskaner müsse Modegeschäften Platz machen. Als Ersatz gab es für Reinbold, der mit seinen Söhnen das Schützenzelt auf der Wiesn betreibt, ein wahres Zuckerl: Die Finck-Gruppe verkaufte ihm den Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz.

Dort ist bis 2017 Christian Schottenhamel Pächter, danach ist jedoch Schluss. Die Familie von Finck hatte ihm gekündigt, als das Geschäft mit Reinbold bereits beschlossen war. „Ein Jahr hatte ich versucht, bei der Familie August von Finck einen Termin zu bekommen. Vergeblich“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung im September 2015. Seine Konzession als Wiesnwirt ist allerdings nicht in Gefahr, Schottenhamel betreibt auch die Menterschwaige. Der dortige Biergarten bietet 2000 Menschen Platz, genug, um die Leistungsfähigkeit für ein Wiesnzelt nachweisen zu können.

Ende April tat sich für Schottenhamel dann eine neue Möglichkeit auf: Peter Pongratz gab bekannt, den Nockherberg 2017 abgeben zu wollen. Mehrere Wirte bewarben sich bei der Paulaner-Brauerei für den Nockherberg, darunter auch Christian Schottenhamel. „Aber es ist nichts beschlossen, das Verfahren läuft noch“, schränkte die Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher ein.

2017 endet jedoch nicht nur bei den Wirten eine Ära auf dem Nockherberg, auch das Gasthaus soll umgebaut werden, der neue Wirt in den Umbau mit eingebunden werden. „Nach dem nächsten Starkbierfest wird geschlossen“, bestätigte Birgit Zacher. Pünktlich zur Starkbierprobe 2018 soll am Nockherberg jedoch alles fertig sein, eine kleine Gasthausbrauerei wird es dann auch geben. Wer sich sonst noch beworben hat, wollte Birgit Zacher nicht sagen. „Aber wenn so ein Großobjekt in München ausgeschrieben wird ist klar, wer sich da alles bewirbt.“

Oktoberfest: Der große Zelt-Vergleich

Die einen wollen es wild und laut, die anderen lieber traditionell und gemütlich. Welches Festzelt für Ihren Oktoberfest-Besuch das passende ist, erfahren Sie in unserem großen Vergleich. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Das Armbrustschützenzelt stand schon im Jahr 1895 auf dem Oktoberfest, die Boxen und Balkone sind nach heimischen Tieren benannt: Von A wie Adler bis W wie Wildsau. Hier wird die Schützen- Tradition hochgehalten. In einem Zeltanbau gibt es eine 30 Meter lange Schießbahn, auf der seit 1935 während der Wiesn die Deutschen Armbrust-Meisterschaften stattfinden. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Im Zelt der ältesten Münchner Brauerei feiern vor allem Münchner sich selbst und die bayerische Gemütlichkeit. Nur hier wird das Bier noch aus traditionellen Holzfässern gezapft, den Hirschen. Doch auch im Augustiner tanzt man auf den Bierbänken, die rund 6000 Besuchern Platz bieten. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Das Pschorr-Traditionszelt Bräurosl ist nach der Tochter des früheren Brauereibesitzers Pschorr benannt. Auch dort geht es weitgehend urig und gemütlich zu - mit Ausnahme des ersten Wiesn- Sonntags. Dann feiern hier tausende Homosexuelle den „GaySunday“. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Bei der Fischer Vroni feiern gerne ältere Gäste, aber auch Touristen. In diesem vergleichsweise kleinen Zelt gibt es eine bayerische Spezialität, die sich kein Wiesn-Besucher entgehen lassen sollte: leckeren Steckerlfisch, Fisch am Stock. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Ziemlich jugendlich ist das Publikum im Hacker-Festzelt „Himmel der Bayern“. Mit seiner weiß-blauen Decke und kleinen Wölkchen gilt es als eines der schönsten Zelte auf der Wiesn. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Es ist eins der größten und sicherlich das lauteste Zelt: Im Hofbräu-Festzelt treffen sich vor allem Touristen aus aller Welt, die das Bier schon im Hofbräuhaus kennen und lieben gelernt haben. Hier wird getrunken, getanzt und gesungen. Aus dem Zelt dröhnt schon am frühen Morgen, bevor die Musik anfängt, Grölen über den Festplatz. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Nirgendwo geht es exklusiver zu als in Käfer's Wiesnschänke. Fußballstars vom FC Bayern, Verona Pooth und Ralph Siegel - die Promi-Dichte ist hoch. Im Käfer-Zelt gibt es neben Bier auch Wein und Champagner. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Ein großer Löwe über dem Eingang brüllt „Löööööwenbrääääu“ und zieht damit Einheimische und „Zuagroaste“ gleichermaßen an. Mit mehr als 8000 Plätzen gehört die Festhalle zu den größeren Zelten. Hier heißt es: Gaudi für jeden, egal woher, egal wie alt. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Wo jahrzehntelang Promis im Hippodrom feierten, steht nun der Marstall. Vieles ähnelt im Marstall allerdings dem Vorgänger: Champagnerbar, Tischdecken und erlesene Speisekarte - vom Tartar vom Wagyu-Ochsen über Hendl und Backerl vom Milchkalb bis zum veganen Holzfäller-Tofu-Pflanzerl. Ob sich davon auch wieder Promis von Beckenbauer bis Heino anziehen lassen, muss sich erst noch zeigen. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
In der Ochsenbraterei geht es zünftig zu. Seinen Namen hat das Zelt von dem großen Ochsen am Spieß, der nicht nur Dekoration über dem Eingang, sondern auch die wichtigste Attraktion im Innern dieses Festzelts ist. Seit fast 130 Jahren werden hier jedes Jahr ganze Ochsen am Stück gebraten. Auf einer großen Tafel lesen die Gäste den Namen des Ochsen, der sich gerade am Spieß dreht. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Zur Jubiläums-Wiesn 2010 leistete sich die Paulaner-Brauerei einen kompletten Neubau. Als erstes Festzelt bekommt das Winzerer Fähndl eine zentrale Bierversorgung: Eine Ringleitung im Boden garantiert, dass der Bierfluss nicht ins Stocken gerät. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Im Schottenhamel wird das größte Volksfest der Welt traditionell eröffnet. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) stach dort alle Jahre wieder vor den Augen der bayerischen Politprominenz das erste Fass an, in diesem Jahr ist zum ersten Mal sein OB-Nachfolger Dieter Reiter (SPD) dran. In den Tagen nach dem Anstich strömen überwiegend junge, feierfreudige Menschen aus München und Umgebung in das Zelt. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Auch im Schützenzelt werden urbayerische Gemütlichkeit und Feierfreude in Ehren gehalten. Zum Löwenbräu-Bier wird die Spezialität des Hauses serviert: in Malzbier gebratenes Spanferkel. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Im Weinzelt liegt der Fokus - wie der Name schon sagt - nicht auf dem Bier. Dort gibt es kein Helles in Maßkrügen, sondern nur Weißbier, Wein und Champagner. Gesungen und gefeiert wird hier trotzdem. „Fesche Madln haben ihren Spaß an den vielen Bars und fesche Burschen an den Madln“, wirbt die Homepage. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Zünftige Blasmusik und Alt-Münchner Schmankerl: Hier kommen traditionsbewusste Gäste auf ihre Kosten, denen Landhaus-Mode und Mini-Dirndl ein Gräuel sind. Trachtler, Schuhplattler und Goaßlschnalzer sorgen für „griabige“ (gemütlich-kernige) Stimmung. © dpa
Oktoberfest Zelt-Vergleich
Zum 200-jährigen Jubiläum des Oktoberfestes 2010 wurde das Herzkasperl-Festzelt in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat ins Leben gerufen. Hier gibt es eine Mischung aus Bayerischer Lebensart, Musik, Kabarett, Theater und Literatur. © Westermann

mm

Auch interessant

Kommentare