Wie die Schwarzen ins Schwarze treffen

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Neuling an der Armbrust: Erst seit dem Ende seiner Zeit in hohen Ämtern nimmt Günther Beckstein heute Waffen in die Hand.

München - Beim 15. Armbrustschießen von Susanne und Stephan Heller im Armbrustschützenzelt traf nicht nur Günther Beckstein ins Schwarze. Bayerns Politiker über ihre Volltreffer – im Leben und auf der Scheibe:

Eigentlich wollte Justizministerin Beate Merk am Mittwoch gar nicht an die Armbrust — war sie doch 2009 die beste Schützin beim Armbrustschießen der Agentur Heller & Partner. „Vier Mal ins Schwarze, das kann ich heuer niemals toppen. Also lieber gar nicht“, jammerte die Juristin. Aber dann legte Familienministerin Christine Haderthauer an — trotz Kurzsichtigkeit zu eitel für eine Brille, wie sie zuvor verriet — und traf gleich zwei Mal mitten ins Schwarze: „Ich bin einfach erfolgsverwöhnt“, konstatierte sie. Auch in ihrem Leben lande sie meist Volltreffer: den richtigen Mann geheiratet, den passenden Beruf gewählt.

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„Wir starken Frauen haben da eben Talent“, fasste da auch Merk wieder Mut. Und traf immerhin einmal.

Spannen, anlegen, zielen und loslassen – hieß es beim 15. Armbrustschießen von Susanne und Stephan Heller im Armbrustschützenzelt von Peter und Peppi Inselkammer. Neuland für den ehemaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein. „Ich bin sehr aufgeregt“, verriet er — zu seiner Zeit als Innenminister und Ministerpräsident habe er sich nämlich bewusst nie mit einer Waffe gezeigt. „Ich hab’ nicht mal heimlich meiner Frau eine Rose geschossen.“ An der Armbrust zeigte sich dann Becksteins wenige Übung in Kombination mit seiner „ausgesprochenen Linksschwäche“, wie er seine durchwachsene Trefferquote selbst kommentierte: einmal ins Schwarze, fünf Mal rechts daneben.

Armbrustschütze Helmut Moll, der Beckstein den Umgang mit der Armbrust erklärt hatte, lobte ihn dennoch: „Recht geschickt fürs erste Mal.“

A propos Geschick: „Ich hab’ vier Mal ins Schwarze getroffen“, jubelte Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden – grinst und gesteht: „Nein, es war nur ein Volltreffer, und der war purer Zufall, aber ich staple eben gerne hoch.“ Der größte Treffer in ihrem Leben war das jüdische Zentrum am Jacobsplatz: „Und da musste ich 20 Jahre lang anlegen und zielen, aber jetzt bin ich glücklich.“

Auch US-Generalkonsul Conrad Tribble (46) stand das Glück ins Gesicht geschrieben: „München ist der Hit und mein Job hier ein Volltreffer.“

Susanne Sasse

Quelle: Oktoberfest live

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