Erfindung wird nach Amerika exportiert

Zurückbieseln: St. Pauli macht's der Wiesn vor

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Die Bewohner von Hamburgs Stadtteil St. Pauli lassen es sich nicht mehr gefallen, dass an ihre Hauswände gebieselt und gekotzt wird.

Hamburg/München - Manche Münchner haben ein Problem zur Wiesn-Zeit: Wildbiesler. Eine Idee aus St. Pauli könnte die Rücksichtslosen abschrecken. Sogar in den USA wird die Erfindung getestet.

Eigentlich lieben Hamburgs Bewohner ihren quirligen, ewig feiernden Stadtteil St. Pauli. Doch dass die Partyleute jede Nacht an ihre Hauswände, Garagen, Mauern und Zäune pinkeln, nervt sie so sehr, dass sie seit einigen Monaten ihre fiese Ader zeigen: Sie pinkeln zurück. Aber nicht so, wie Sie sich das jetzt vorstellen.

In einem Video macht die Interessengemeinschaft St. Pauli vor, was sich Anwohner der Theresienwiese für das nächste Oktoberfest abgucken könnten. Sogar in die amerikanische Metropole San Francisco haben die Hamburger ihre Erfindung exportiert, wie die Welt berichtet.

Die Interessengemeinschaft St. Pauli hat die besonders gefährdeten Fassaden deshalb mit einem speziellen Lack bemalt. Dieser ist superhydrophob, also dermaßen wasserabweisend, dass Urin zurückspritzen wird. Die Wildbiesler werden sich dann also zweimal überlegen, ob sie sich den Harndrang nicht doch bis zur nächsten Toilette verkneifen können.

Die Erfahrung hat den Hamburgern gezeigt, dass Verbote oder Bußgelder kaum etwas bringen, heißt es in dem Video. Deshalb setzen die Anwohner der Partystraßen seither auf den Speziallack.  

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