Die tz im Galopp auf der historischen Wiesn

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tz-Redakteurin Simone Herzner gewann beim traditionellen Pferderennen die Herzen der Zuschauer

München - Das traditionelle Pferderennen ist heuer die Attraktion auf der historischen Wiesn. tz-Redakteurin und Wiesn-Reporterin Simone Hernzer ließ es sich nicht nehmen, höchstpersönlich aufs hohe Ross zu steigen.

Wiesn-Jobs gibt es ja viele – und wir Wiesn-Reporter der tz haben auch schon die meisten ausprobiert: Von der Klofrau über den Wachmann bis zur Wiesn-Bedienung – alles schon erlebt! Nur bei den Pferderennen, die dieses Jahr zwei Mal täglich (13 und 18 Uhr) auf der historischen Wiesn stattfinden, ist noch kein Journalist mitgeritten. tz-Wiesn-Reporterin und passionierte Reiterin Simone Herzner hat es sich nicht nehmen lassen und sich auf den Rücken von Stute Rosa geschwungen. Hier ihr Bericht:

Die Amazone unter den Reitern

„Wir haben heute eine Amazone unter den Reitern: Mit der Startnummer 5 reitet die Wiesn-Reporterin der tz ein, Simone Herzner! Die Journalistin reitet seit 20 Jahren – und will es heute mit den Mannsbildern aufnehmen. Mal schauen, wie sich das Mädel macht.“ Moderator Wolfgang Kühlechner, im echten Leben staatlich geprüfter Pferdezuchtberater für Bayern, hatte noch nicht zu Ende gesprochen – ich habe noch fleißig dem Publikum auf der voll besetzten Tribüne gewunken – da wurde auch schon die Fahne geschwenkt. Mist! Start verpasst.

30 Meter Rückstand gleich am Anfang… Rosa, meine zehnjährige süddeutsche Kaltblutstute, die mir Besitzer Hans Wallner zur Verfügung gestellt hatte, gibt Gas. Galopp, Galopp, Galopp! Ich feuere sie an: „Hüah! Wir können es noch schaffen!“ In der ersten Runde ist Rosa noch vom Ehrgeiz gepackt, legt sich in die Kurven, galoppiert wie eine Wilde, so dass der Sand ­hinter uns in die Luft fliegt – aber das stört keinen, wir sind leider die Letzten...

Wenn auch Karotten nicht mehr helfen...

Den Vorsprung der anderen holen wir leider auch nicht mehr auf. Mein etwas kurzbeiniges Stütchen hat das messerscharf erkannt. Folge: Sie will in der zweiten Runde schon in Trab fallen und abkürzen – innen statt außen an den Bäumchen vorbei, die den Ring markieren. Aber dann wären wir disqualifiziert – und diese Blamage geben wir Mädels uns nicht! Ich sporne Rosa noch mal richtig an, verspreche ihr die mitgebrachten drei Kilo Karotten, sobald wir zurück im Stall sind. Und, oh Wunder: Das zieht – Fressen ist Rosas Hobby, und die Dame legt noch mal einen Gang zu.

Mit wehender Mähne galoppieren wir ins Ziel – leider immer noch als letzte… Aber das ist mir egal – Spaß hat’s gemacht. Ich bin eine strahlende Verliererin! Gewonnen hat Karl Neumayr mit seiner Stute Bellissima – also ausgerechnet jener Reiter, der vor einer Woche beim Start der historischen Wiesn unfreiwillig den Boden geküsst hat. Glückwunsch – wenn das keine Entschädigung ist!

Siegerin der Herzen

Jetzt noch die Ehrenrunde im Galopp: Da sind Rosa und ich wieder vorne dabei, das lassen wir uns nicht nehmen. Noch einmal Winken fürs Publikum – obwohl mir das den Start ein bisserl versaut hat … Macht nichts, die Anerkennung der Männer habe ich mir trotzdem erritten: So mancher hatte, glaube ich, darauf spekuliert, dass mich Rosa abwirft – es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass die Dame ihren Reiter verliert. Diesen Triumph haben wir den Herren nicht gelassen. Und der verpatzte Start schreit förmlich nach einer Revanche! Die tz-Wiesn-Reporterin will’s noch mal wissen!

Simone Herzner

Quelle: Oktoberfest live

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