Ausschankmoral soll besser werden

Wiesn 2014: Das ändert sich bei der Zelt-Security

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Ein Ordner versucht auf dem Oktoberfest vor einem Bierzelt den Besucherstrom zu kontrollieren.

München - Die Wiesn-Wirte sind zusammengekommen, um den neuen Wirtekrug vorzustellen. Dabei wurde auch über eine neue Regelung für die Security im Zelt und die Ausschankmoral gesprochen.

Prost, auf die Wiesn 2014! Sebastian Kuffler (hinten, v.l.), Ludwig Reinbold, Ricky Steinberg, Thomas Roiderer, Manuel Pretzl sowie (vorne, v.l.) Toni Winklhofer, Christian Winklhofer, Georg Schlagbauer, Clarissa Käfer, Günter Steinberg, Katharina Inselkammer, Michael Käfer, Toni Roiderer, Anneliese Haberl, Christine Winklhofer, Roland Kuffler, Peter Pongratz, Georg Heide, Silja Steinberg.

Wenn Toni Roiderer zur Vorstellung des neuen Wirtekruges in seinen Biergarten im Straßlacher Gasthof zum Wildpark lädt, dann ist der Countdown zum Oktoberfest eingeläutet. Am Donnerstagabend war’s wieder soweit. Den Krug ziert ein Bild von Hans Steyrer, dem Erfinder des Wirteeinzuges. Die auf 6000 Stück limitierten Sammlerkrüge gibt’s für 20 beziehungsweise 33 Euro in den Zelten zu kaufen. Nebenbei gab es an diesem Abend aber auch wieder ein paar Themen, die in diesem Jahr für Aufregung sorgen könnten...

Sigi Able: Der Wirt des neuen Marstallzeltes fehlte. Er war ausdrücklich nicht eingeladen – die Wirte hatten ihn unter anderem wegen des Vorwurfs der Mauschelei bei der Zeltvergabe nicht in ihre Vereinigung aufgenommen. Ein böses Wort über ihn wollte dennoch keiner der Wirte offiziell äußern.

Sicherheitsleute tragen künftig Namen auf der Uniform

Security: Die neue Regelung, dass Sicherheitsleute fortan ihren Namen sichtbar auf der Uniform tragen und vor Wiesnbeginn eine Schulung absolvieren müssen, wird laut Roiderer schwer durchzusetzen sein: „Viele Securities hören nach einer Woche auf, weil sie den Job unterschätzen – wie sollen die nachrückenden Mitarbeiter dann während der Wiesn noch schnell geschult werden?!“

Ausschankmoral: Toni Roiderer musste noch eine Botschaft an KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle loswerden. Denn der will heuer den Wirten genauer auf die Finger schauen und sie zur Verantwortung ziehen. Das schmeckt denen gar nicht. "Von uns steckt keine Absicht dahinter. Die Schankkellner haben eineinhalb bis drei Sekunden Zeit für eine Mass – dann kann auch mal eine schlechter Eingeschenkte dabei sein. Von uns gibt es aber die Dienstanweisung, genau zu sein."

Nina Bautz

Was machte Einstein auf der Wiesn? Kuriose Fakten zum Oktoberfest

"Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit" - wer dieses Lied nicht beherrscht, hat in einem Wiesn-Zelt eigentlich nichts verloren. Der berühmte Trinkspruch stammt jedoch aus einer sächsischen Feder. Der Chemnitzer Musiker Bernhard Dittrich verfasste das Lied, nach dem anschließend ein kräfter Schluck aus der Mass genommen wird. © dpa
Wiesn historisch: Zu Beginn der Festivitäten im Jahre 1810 ist auf dem Oktoberfest kein Alkohol ausgeschenkt worden. Bier und Hochprozentiges mussten sich die Besucher außerhalb des Festgeländes besorgen. Die Veranstalter erkannten das Problem aber rasch und erlaubten den Alkoholgenuss schließlich. Erst dann etablierten sich die Bierzelte in ihrer heutigen Form. © dpa
Das Kunst Projekt "Les désastres de la bière" stellt die negativen Nebeneffekte der Wiesn dar: Wildbiesler, sich übergebende Menschen und sonstige Peinlichkeiten werden dort gezeigt. © dpa
Auf der Wiesn muss erstmal a gscheite Mass her. Und die ist richtig teuer geworden. Dieses Jahr liegt der Masspreis bei bis zu 10,70 Euro. © dpa
Die Lederhose ist für viele Männer ein Muss für ein Wiesn-Besuch. Das feine Leder für die bayerische Tracht kommt allerdings oft von Ziegen, die in Indien oder Pakistan grasten. Die Originale ist natürlich die Hirschlederne. Neuerdings gibt es auch vegane Tracht. © dpa
Das Online-Aktionshaus Ebay verdient sich mit der Wiesn ebenfalls eine goldene Nase. Insgesamt befinden sich 221.169 Artikel rund um das Oktoberfest (Stand 30.09.2016) im Angebot. © dpa
Hätten Sie es gewusst? Albert Einstein, Physik-Nobelpreisträger, verdiente einst sein Geld auf der Wiesn. Das Genie arbeitete 1896 als Hilfsarbeiter beim Aufbau des Schottenhamel-Festzeltes. Dort soll er elektrische Kabel verlegt haben. © dpa
Extra für die Wiesn stellt die Post eine eigene Geschäftsstelle an die Theresienwiese. Dort werden Souvenirs verkauft und Grüße direkt vom Festgelände in die weite Welt verschickt. Bis zu 130.000 Sendungen wurden im Jahr 2012 an Freunde und Familie gesendet. © dpa
Eine Mass oder acht Stamperl Schnaps? Das ist Geschmackssache. Vom Alkoholgehalt macht dies kaum Unterschiede, da das Wiesn-Bier stärker ist als Normales. 2016 hat das US-Konsulat Touristen sogar davor gewarnt.   © dpa
Während Millionen Touristen nach München fliegen und fahren, versuchen tausende einheimische Bürger dem Spektakel zu entfliehen. Hauptziele der Münchner: Städtetrips nach New York, Kopenhagen und - besonders beliebt - Bangkok. © dpa
Hoteliers freuen sich jedes Jahr erneut über die "fünfte Jahreszeit" in München. Die Preise für ein Zimmer verdoppeln sich schlagartig zum Wiesn-Beginn. © dpa

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