Polizei sucht Zeugen

Brutal! Wiesn-Kellner (38) wird auf dem Heimweg verprügelt

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Krankenhaus statt Urlaub: Wiesn- Kellner Alexander Rinklef (38) mit dreifachem Bruch im Krankenhaus

Manchmal ist es wie verhext. Wäre Alexander Rinklef vergangenen Sonntag nur zehn Sekunden früher dran gewesen, stünde er heute wieder auf der Wiesn und würde Bratwürstl verkaufen. Doch es kommt alles ganz anders.

Statt auf der Wiesn zu stehen, liegt der 38-Jährige im Krankenbett. Massive Schrauben bohren sich durch seinen Fuß. „Die Schmerzen lassen sich nur mit Schmerzmitteln ertragen“, sagt er.

Zur falschen Zeit am falschen Ort?

Es ist die Nacht auf Sonntag. Kurz nach eins verlässt Alexander Rinklef seinen Arbeitsplatz auf der Wiesn. Gut gelaunt spaziert er Richtung Westend. Auf der Gollierstraße (Westend) kommen ihm drei Fußgänger entgegen, erzählt er. Zwei Männer und eine Frau. 

„Irgendwie muss ich die Frau im Vorbeigehen berührt haben“, vermutet Rinklef, „denn plötzlich pöbelte mich einer der beiden Männer an.“ Danach geht alles ganz schnell. „Zuerst wurde ich geschubst. Dann holte der Unbekannte aus. Wie auf einen Fußball drosch der Mann auf mich ein. Der Typ hatte Kraft im Bein und wusste offenbar genau, was er tat.“

„Mein Fuß stand im 70-Grad-Winkel von meinem Bein ab“

Aufgrund seiner Schmerzen ahnte Rinklef bereits, dass sein Bein gebrochen war. „Du simulierst doch“, soll ihm der rund 1,90 Meter große Schläger noch entgegengerufen haben. „Mein Fuß stand im 70-Grad-Winkel von meinem Bein ab“, erzählt Rinklef, „das lässt sich wohl kaum simulieren.“ Doch der Täter blieb unbeeindruckt – und verschwand.

Mit zittrigen Händen zog Rinklef daraufhin sein Handy aus der Tasche und wählte den Notruf. Ein paar Minuten später war er im Krankenhaus, am nächsten Morgen im OP-Saal. Seitdem liegt er im Krankenbett. Die Diagnose: gebrochenes Schienbein, zweifacher Knöchelbruch. „Ich wollte doch eigentlich nach Gran Canaria fliegen – alles war bereits gebucht.“

Der 38-Jährige muss noch mal unters Messer

Die kommenden Wochen wird Rinklef wohl im Bett verbringen müssen. Zwei davon im Krankenhaus. In ein paar Tagen muss der 38-Jährige noch einmal unters Messer. Der Bruch sei kompliziert, sagen die Ärzte. „Hilft ja nix“, sagt Rinklef, „ich war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort – direkt vor meiner Haustür.“

Warum haben die Unbekannten zugeschlagen?

Warum der Unbekannte zugeschlagen hat, ist Rinklef immer noch ein Rätsel. „Der hatte es weder auf meinen Rucksack noch auf meinen Geldbeutel abgesehen“, erinnert er sich. „Wahrscheinlich war es die reine Lust am Prügeln.“ Ob Alkohol im Spiel war, ist fraglich. „Vielleicht war der Angreifer angetrunken“, sagt Rinklef, „total betrunken aber sicherlich nicht.“ Weil er wegen der Dunkelheit keine genaue Täterbeschreibung abgeben konnte, will Alexander Rinklef nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Polizei sucht Zeugen

Wer vergangenen Sonntag gegen 1 Uhr nachts etwas Verdächtiges auf der Gollierstraße gegenüber der Tengelmann-Filiale gesehen hat, kann seine Beobachtung jeder Polizeidienststelle melden. 

Oktoberfest brutal

Ein Münchner und ein Erdinger haben auf dem Oktoberfest Zivilcourage gezeigt und sind dafür brutal verprügelt worden. Die Täter sind auf der Flucht. Mehr über den Vorfall lesen Sie hier.

R. Weise und S. Brenner

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