Regine Sixt lädt in den Marstall

Wiesn-Gaudi für einen guten Zweck

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Gastgeberin Regine Sixt (2. v. l.) mit Kimberly Emerson, Frau des US-Botschafters John B. Emerson, und den Wirtsleuten Able.

München - 1400 Damen in einem Zelt – ohne Herren. Dirndl soweit das Auge reicht. Es war wieder Damenwiesn! Mietwagen-Königin Regine Sixt lud zugunsten ihrer Stiftung „Tränchen trocknen“ ihre Freundinnen ein. In den neuen Marstall.

Was war das für eine Schau von der Empore, wo sich die Leute drängelten, um einen freien Blick aufs Mittelschiff zu haben – ein Meer aus Dekolletées und Kleidern! Der neue Wiesnwirt Siegfried Able war auf alles gefasst: „Ich hab ja drei Frauen daheim ...“ Gattin Sabine und die Töchter Verena (26) und Vanessa (24). Da machen 1397 weitere fast auch keinen Unterschied mehr. „Für mich ist es eine Ehre“, sagte Able. Der einzige Mann – neben den Goaßlschnalzern – der sich unter die Ladies aus aller Welt mischen durfte, die natürlich wieder jede Menge zu besprechen hatten.

Allein die Anreise: Die Münchner Flughafentoiletten wurden wie immer zur größten Umkleidekabine der Welt! Der Stau am Mittleren Ring – no problem. Schließlich geht es nur um eins: netzwerken, Spaß haben und Gutes tun: 300 000 Euro sind zusammengekommen, die für eine Sinti-Schule und eine Lehrwerkstätte in Ungarn eingesetzt werden.

Das gefällt besonders der CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl, die im Entwicklungsausschuss der Regierung tätig ist und sich um die Flüchtlingslager kümmert: „Ich finde es wunderbar, dass dieses lustige Ereignis auch eine soziale Komponente hat.“

Wie Regine Sixt es doch immer wieder schafft, so viele Mädels an einem Fleck zu vereinen! Dabei fing doch alles mal ganz harmlos mit einem einzigen Wiesn-Tisch für zehn Damen an. Eines der Gesprächsthemen war freilich das neue Wiesn-Zelt, das Uschi Glas gefällt. Die Schauspielerin wollte auch ihr Herzensthema, das Projekt „BrotZeit“, unterbringen. „Ich hoffe, dass es uns bald gelingt, dass in ganz Bayern kein Kind mehr ohne Frühstück zum Unterricht muss.“ Gesprächsstoff bot aber auch Kriemhild Siegel, die zum ersten Mal seit der Trennung von Ralph Siegel die Öffentlichkeit suchte. Zerbrechlich und scheu, weil sie nicht so recht wusste, was sie auf die vielen Fragen antworten sollte: Ja, sie will in München bleiben; ja, sie hat eine neue Wohnung; nein, es gibt noch keine konkreten weiteren Pläne.

Entertainerin Desirée Nick nahm noch ganz anderes verbal unter die Lupe: „Was der Schmuck wert ist, der das ganze Jahr über im Safe lagert, und natürlich Männer.“ Bei ihr selbstverständlich nur der Vater ihres 18-jährigen Sohnes, Heinrich Prinz von Hannover. Um die besten Tipps für den Herd wurde Köchin Sarah Wiener gefragt, die sich wiederum für alles interessiert: „Das ist doch der Wahnsinn – so viele Frauen auf einem Haufen! Toll, dass jedes Alter und jede Haarfarbe dabei ist. Und jede Frau braucht doch Freundinnen!“ So viele wie Regine Sixt? Bärbel Bagusat hat da inzwischen schon den Überblick verloren: „Irgendwann ist doch die Grenze erreicht, oder ...?“

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Fast sprachlos waren die Ladies, die Premiere bei der Damenwiesn feierten, wie Schauspielerin Nicola Tiggeler und Ex-Ski-Ass Maria Höfl-Riesch, die erst Orientierung suchte. „Einige Bekannte habe ich schon gesehen, die werde ich später kontaktieren. Im Moment bin ich froh, dass ich überhaupt einen Sitzplatz gefunden habe“, meinte sie, bevor sie in die Damenwiesn eintauchte und ins Gespräch kam: Der Spitzensport fehle ihr nicht, Nachwuchs sei vorerst auch nicht geplant.

Auch gesichtet: Filmproduzentengattin Angelika Spiehs, Schönheitschirurgin Constance Neuhann-Lorenz, Claudia Effenberg, Verleger-Gattin Marlene Ippen, Marianne Wille aus der Kaffee-Dynastie Dallmayr, Sängerin Marianne Hartl sowie Minzi Prinzessin zu Hohenlohe.

Von Ulrike Schmidt und Linda von Beck

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