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Wirbel um „Layla“ beim Anstich: Song hätte nicht gespielt werden sollen – doch Comedian schmuggelte es zur Band

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Von: Felix Herz

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Es ist umstritten – wird aber wohl das Wiesn-Lied 2022. Kurz nach dem Anstich wurde es auch im Schottenhamel-Festzelt gespielt – das war aber nicht geplant.

München – Schon Wochen vor Beginn der Wiesn sorgte der Schlager-Song „Layla“ wegen umstrittener Textzeilen für Wirbel. Völlig übertrieben, meinten die einen, sexistisch und nicht zeitgemäß die anderen. Auf so manchem Volksfest wurde der Song sogar verboten, auf anderen extra deswegen mehrfach gespielt.

Kaum überraschend schadeten die Kontroversen dem Lied nicht. Auch auf dem Oktoberfest wurde „Layla“ bereits am ersten Tag gleich mehrfach angestimmt. Sogar kurz nach dem Anstich.

„Layla“ nach Anstich: Song hätte nicht gespielt werden sollen

Schottenhamel-Festzelt, Mittag:. Die Münchner Polit-Prominenz feierte gerade den Anstich zur Wiesn 2022 – OB Reiter hatte drei Schläge gebraucht – da erklangen die ersten Töne von „Layla“. Das Festzelt stimmte mit ein, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte zuvor erklärt, dass jeder singen können soll, was er will. Verdrehte Augen am Tisch der Grünen, Jubel unter den Oktoberfest-Besuchern. Doch: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hätte „Layla“ nicht gespielt werden sollen.

Vor versammelter Polit-Prominenz stimmte die Band im Schottenhamel-Festzelt „Layla“ an – doch das hätte nicht passieren sollen.
Vor versammelter Polit-Prominenz stimmte die Band im Schottenhamel-Festzelt „Layla“ an – doch das hätte nicht passieren sollen. ©  Spöttel Picture / IMAGO

Gegenüber der Zeitung brachte Schottenhamel-Wirt Christian Schottenhamel seine Verwirrung zum Ausdruck. Er sei überrascht gewesen, dass der Song gespielt wurde, und habe sich im Anschluss beim Kapellmeister erkundigt, wie es dazu gekommen war. Grund war scheinbar ein Comedian.

Wiesn 2022: Comedian schmuggelte „Layla“ zur Kapelle

Der Kapellmeister gab laut SZ an, dass ein Comedian samt Kamera bei ihm vorstellig wurde, sich als Dirigent anbot und die Kapelle fragte, ob sie „Layla“ beherrschen würden. Er ging davon aus, dass dies abgestimmt sei, und stimmte zu. Schon legten die Musiker mit dem Comedian los. „Layla“ scheint so auf dem besten Weg, der diesjährige Wiesn-Hit zu werden.

Bleibt nur die Frage, um welchen Komiker es sich bei dem „Layla“-Initiator gehandelt haben könnte. Möglicherweise folgt die Aufklärung unter der Woche im Fernsehen – gibt ja die ein oder anderen Kandidaten, die für einen Streich dieser Art bekannt sind. (fhz)

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