Neue Prognosen

Wiesn-Wetter: Eine gute und eine schlechte Nachricht

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Weiß-blau oder doch grau? Ob der Himmel über der Theresienwiese am 20. September genauso schön sein wird wie hier, am Oktoberfest 2012, ist bislang ungewiss.

München - Der Deutsche Wetterdienst hat auch acht Tage vor der großen Eröffnung des Oktoberfests 2014 gemischte Prognosen. Wir verraten Ihnen, auf welches Wetter sie sich heuer zur Wiesn einstellen müssen.

Update vom 14. September 2017: Regen oder Sonnenschein? Warm oder kalt? Wir haben bereits zusammengefasst, wie das Wetter auf dem Oktoberfest 2017 wird.

Erst kalt und bewölkt, jetzt auch noch Regen: Der Münchner Herbstauftakt lässt derzeit wahrlich zu wünschen übrig. Das Freitags-Wetter in der bayerischen Landeshauptstadt ist einfach zu beschreiben: kühl und nass. "Regen, Regen, Regen", resümiert auch Meteorologe Helge Tuschy vom Deutschen Wetterdienst. Und das könnte erst einmal so bleiben.

September bleibt durchwachsen

Das nass-kalte "November-Wetter" könnte die Oberbayern in den nächsten September-Wochen weiterhin begleiten. "Es bleibt auf jeden Fall wechselhaft, dann könnte es vorübergehend zu einer Wetterberuhigung kommen", prognostiziert Tuschy. Danach werde es aber aller Voraussicht nach wieder kälter und unbeständiger. "Ein goldener Herbst ist derzeit nicht in Sicht." Trotzdem könne es in einzelnen Regionen Südbayerns zeitweise trocken und auch wieder wärmer werden.

So wird das Wetter in Ihrer Region

Wiesn-Wetter: Eine gute und eine schlechte Nachricht

"Im Moment sehen die Prognosen für den 20. September in München gar nicht so schlecht aus", so der Meteorologe. " Das Wiesn-Wetter wird wohl von einem Tiefdruckgebiet über Biskaya, einer Bucht im Atlantik, die von der Nordküste Spaniens bis zur Westküste Frankreichs reicht, beeinflusst. "Derzeit sagen die Prognosen recht sommerliches Wetter für den Start des Oktoberfests voraus." Temperaturen von bis zu 25 Grad könnten in der bayerischen Landeshauptstadt erreicht werden. Trotzdem sollten sich die Wiesn-Besucher wetterfest kleiden: "Das Schauer- und Gewitterrisiko wird wohl sehr hoch sein", warnt Tuschy. "Aber immerhin müssen wir im September nicht mit einem Wintereinbruch rechnen."

Gute Ernteerträge trotz wechselhaftem Sommer

Nachdem erst der Juni zu trocken und dann der Juli zu nass war, setzte sich das wechselhafte Regenwetter auch im August in Bayern fort. Ständig wechselnde Wetterbedingungen bescherten den Landwirten eine durchwachsene Erntebilanz. Es kam zum Teil zu Ernteverzögerungen und einer sinkenden Getreidequalität. Mais und Zuckerrüben konnten meist jedoch gut gedeihen. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst über die Auswirkungen des Wetters auf die Landwirtschaft im Sommer 2014.

vin

 

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Wetter Bauernregeln
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau. Falsch! Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem feuchten Januar und einem trockenen Frühjahr – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade mal bei 50 Prozent. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. Stimmt! Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr schwach. Für den kommenden Sommer hieße das trotzdem: viel Sonne und tropische Temperaturen, denn heuer war’s im Januar weiß und kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Vigilius (31.1.), im Märzen Kälte kommen muss. Volltreffer! Liegen die Temperaturen Ende Januar unter dem Gefrierpunkt, ist es oft auch im März bitterkalt. Heuer gab‘s in München an diesem Tag keinen Frost, der März könnte also mild ausfallen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm. Quatsch! Auch wenn die Wortwahl das Wetter nun sehr anschaulich beschreibt: An dieser Bauernregel ist nix dran. © dpa
Wetter Bauernregeln
Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis. Richtig! Scheint die Sonne Anfang Februar häufiger als normal, ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent im Februar und März frostig und kalt. Das liegt an der sogenannten Erhaltungsneigung des Wetters: Bringt ein Hochdruckgebiet Anfang Februar viel Sonne, bleibt das Wetter oft gleich über mehrere Wochen schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Felix und Petrus (21./22.2.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han. Richtig! In ganz Deutschland stimmt diese Regel in zwei Drittel aller Fälle. Regnet es an diesen Tagen nicht, bleiben auch die kommenden Wochen trocken – gleicher Zusammenhang gilt für die Temperaturen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. Schön wär’s! Auf einen kalten Februar folgt nicht zwangsläufig ein schöner Sommer – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade einmal bei 50 Prozent. Schade eigentlich… © dpa
Wetter Bauernregeln
Im März viel Schnee und Regen bringt wenig Sommersegen. Blödsinn! Untersuchungen zeigen keinen Zusammenhang. Man darf also auch nach einem verschneiten März auf einen Super-Sommer hoffen! © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn es Kunigunden (3.3.) friert, sie’s noch 40 Nächte spürt. Stimmt nur tendenziell! In Süddeutschland trifft diese Regel mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Gertrude (17.3.), der Winter 40 Tage nicht ruht. Stimmt überwiegend! Ist es Mitte März unterdurchschnittlich kalt, bleibt die zweite Märzhälfte zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (21.3.), ist es den ganzen Sommer lang. Stimmt! Entscheidend sind die Tage um diesen Stichtag. Wahr ist, dass es bei wenig Regen in diesen Tagen in sechs von zehn Sommern niederschlagsarm bleibt. Ist es hier zu warm und sonnig, bleiben Juni und Juli zu fast 70 Prozent schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Hält St. Ruprecht (28.3.) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein. Stimmt! Scheint dann die Sonne, ist der Juli mit über 72 Prozent Wahrscheinlichkeit sonniger als normal. Schlechtes Wetter um den 28.3. bringt mit 60-prozentiger Sicherheit auch einen trüben Juli. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein. Stimmt überwiegend nicht! Lediglich im Osten der Republik trifft die Regel in sechs von zehn Jahren zu. Prinzipiell ist aber kaum ein Zusammenhang zwischen April- und Juniwetter nachgewiesen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8.4.), ein dürrer Sommer folgen mag. Stimmt nur für den Süden! Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für einen trockenen Sommer sogar zwischen 70 und 80 Prozent, wenn es Anfang April mindestens doppelt so viel geregnet hat wie üblich. © dpa
Wetter Bauernregeln
Auf einen nassen Mai folgt ein trockener Juni. Stimmt nur für den Süden! Im Großteil Deutschlands folgen auf einen nassen Mai genauso oft feuchte wie trockene Monate, in Ostdeutschland stimmt sogar das Gegenteil. © dpa
Wetter Bauernregeln
Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), sieben Wochen bleiben mag. Stimmt! Diese bekannte Regel trifft vor allem dann zu, wenn man als Datum den 7. Juli hernimmt – das ist nämlich nach der Kalenderreform der wahre Siebenschläfertag. Am meisten trifft die Regel für uns im Süden zu. Dieser Tag ist übrigens der Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus und Lostag für Bauernregeln und hat nichts mit dem Nagetier zu tun. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gießt’s an St. Gallus (16.10.) wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass. Stimmt nicht! Hier besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Wieder einmal trifft die Bauernregel am ehesten für den Süden Deutschlands zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa

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