Er soll "keimfreies Trinken" ermöglichen

Wiesn-Trend 2015? Riedmooser erfinden den "Biaring"

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Mainhard Lösch mit seinem Biaring - wird er der Wiesn-Trend 2015?

München/Riedmoos - Ein Wirt und sein Freund aus Riedmoos wollen mit ihrer Erfindung die Wiesn erobern. Ihr "Biaring" soll zwei bekannte Masskrug-Probleme lösen.

"Welche Mass war jetzt eigentlich noch einmal meine?" Diese Frage hat sich wohl fast jeder Besucher eines Biergartens oder eines Volksfestes schon einmal gestellt. Oder ein anderes Problem tut sich auf: Was macht man, wenn man sich eine Mass mit jemandem teilt, der eventuell nicht ganz gesund ist? Stichwort Ansteckungsgefahr.

Mainhard Lösch (37) und Pedja Dimitric (41) aus dem Unterschleißheimer Stadtteil Riedmoos haben dafür jetzt eine Lösung gefunden: Den "Biaring"! Ihre Erfindung soll unter anderem diese beiden Probleme beseitigen. Die Idee dazu kam Dimitric auf der Wiesn 2012. Ein Freund von ihm hatte Herpes und er fragte sich, wie man eigentlich ein "keimfreies Trinken" ermöglichen könnte. Die Idee zum "Biaring" war geboren.

Neue Masskrug-DIN erschwerte Prototyp-Bau

Ein Jahr voller Tüftelei später war der Prototyp fertig, doch dann tat sich ein unerwartetes Problem auf. "Der Ring passte nicht", erzählt Lösch, der seit November 2011 das Vereinslokal des SV Riedmoos als Wirt betreibt. "Die Ringgröße der Masskrüge hatte sich verändert, denn damals wurde eine einheitliche DIN-Norm für Masskrüge eingeführt. Wir mussten also unsere Herstellung dahingehend anpassen." Es dauerte einige Zeit, bis ein neuer Prototyp fertiggestellt war.

In seinem Lokal ließ Lösch den neuen "Biaring" von seinen Gästen testen, bis er einwandfrei funktionierte. Das Problem mit der Passform ist aber noch nicht ganz ausgemerzt. "Es kann sein, dass bei manchen Masskrügen der Ring nicht passt", warnt Mainhard Lösch. "Die Biergärten und Lokale tauschen die alten Krüge nur nach und nach aus. Bei den älteren passt der "Biaring" jetzt natürlich nicht."

Der "Biaring" wird in Bayern hergestellt

Zwei erhältliche Varianten der "Biaringe".

Seit Mai 2015 ist die Eder patentierte und markenrechtlich geschützte Ring im Internet bestellbar (www.biaring.de). "Für uns war wichtig, dass der "Biaring" auch in Bayern produziert wird", stellt Lösch klar. "Gegossen wird der spülmaschinenfeste Plastikring in Rosenheim, bedruckt wird er in Kirchseeon." Qualität made in Bayern also! Großbestellungen, beispielsweise für Firmen als Werbegeschenk, sind ebenfalls möglich.

Und die ersten Erfolge stellen sich für Mainhard Lösch und Pedja Dimitric bereits ein. "In drei Wiesn-Zelten werden wir den Ring dieses Jahr über Bauchladen-Verkäufer vertreiben", sagt Lösch stolz, "bei zwei weiteren Zelten sind wir in guten Gesprächen." In verschiedenen Farben und mit Wiesn-Sprüchen sollen die Ringe bedruckt sein. Für neun Euro wird der "Biaring" in den Zelten erhältlich sein. Bei einer Bestellung im Internet kostet er fünf Euro pro Stück zuzüglich Versandkosten.

Der "Biaring" aus Riedmoos - wird er der Wiesn-Trend 2015?

Florian Weiß

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