Hella spricht über ihre Pläne

Gute alte Tradition: Witwe von Pierre Brice auf Wiesnbesuch im Käferzelt

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„Genau an diesem Tisch im Käfer haben wir mit Pierre gefeiert“, erzählt Witwe Hella. (r.). Jetzt waren ihre Schwester Gaby Dück (4. v. l.) dabei, deren Ehemann Walter, ihre Töchter Gabsi (l.) und Carina und zwei Freunde.

Früher waren sie immer gemeinsam auf der Wiesn. Doch auch nach dem Tod von Pierre Brice lässt sich seine Witwe Hella den Besuch des Käferzelts nicht nehmen. Sie hat viel zu erzählen.

München - Es war ihr Platz, hier im überdachten Garten vom Käferzelt, auf der rechten Seite. Ein wenig verborgen vor neugierigen Blicken und doch so, dass man sieht, wer kommt und geht. „Hier, genau an diesem Tisch, saßen wir noch vor vier Jahren zusammen“, erinnert sich Hella Brice (67), als die tz sie an einem Wiesnnachmittag trifft. Wir, das waren in erster Linie ­Pierre ­Brice († 86) mit seiner ­Hella und ihrer Familie: Schwester Gaby mit Ehemann Walter und deren Töchtern Gabsi und ­Carina. Auch Drillingsschwester ­Hummy war gern dabei.

Zwei Jahre ist ihr Pierre nun tot - und doch kommt Hella nicht zur Ruhe. Weil so viele Orte sie an ihren geliebten Mann erinnern, weil ihr eleganter und riesiger Landsitz Domaine des Moinets vor den Toren Paris noch immer nicht verkauft ist, weil sie zwischen Gräfelfing und Garmisch-Partenkirchen, wo ihre Schwestern wohnen, pendelt und weil Pierre ihr ein riesiges Erbe hinterlassen hat: „Ich habe 120 Kisten, randvoll mit seinen persönlichen Notizen, mit Fragmenten von Romanen und Theaterstücken, mit Gedanken über sein Leben und sogar Karl-May-Fortsetzungsgeschichten.“

Sie waren ein Herz und eine Seele: Pierre Brice hat seiner Ehefrau Hella eine Menge hinterlassen.

Hella Brice schreibt vielleicht ein Buch

Gerade ist sie dabei, alles einzuscannen, manches auch in den Computer zu tippen. Wenn es ihr gelingt, macht sie vielleicht ein Buch daraus - doch erst einmal muss sie den Überblick gewinnen.

Eine Arbeit, bei der ihr Pierre wieder ganz nahe kommt: „Zuletzt wollte ich eines seiner unzähligen Bücher einem Nachbarn schenken. Da flatterte plötzlich ein Zettel heraus, auf dem Pierre einst schrieb: Ich habe dich geliebt, ich liebe dich und ich werde dich immer lieben. Ich - ich konnte nichts mehr sagen, mir kamen die Tränen.“ Hella und Pierre - eine große Liebe über den Tod hinaus.

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Maria Zsolnay

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