Vermutlich Lebensmittelvergiftung

Mehr als 20 Wiesn-Ordner mit Bauchschmerzen in Klinik - Sanitäter haben Verdacht

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Im Einsatz für die Ordner: Sanitäter brachten die Mitarbeiter in Kliniken.

Mehr als 20 Wiesn-Ordner müssen sich wegen gesundheitlicher Probleme in der Klinik behandeln lassen. Die Einsatzkräfte scheinen den Grund schnell zu erkennen.

München - Schuld waren wahrscheinlich die Schinkennudeln mit Ei… Über 20 Mitarbeiter des Wiesn-Ordnungsdienstes Kötter klagten am Sonntag gegen 16.30 Uhr über heftige Bauchschmerzen, meldeten sich bei den Sanitätern. Es war so schlimm, dass die Feuerwehr 21 Betroffene mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung per Großraum-Rettungswagen in Kliniken brachte! Die Mitarbeiter waren kurz zuvor alle außerhalb des Festgeländes zum Mittagessen bei einem externen Caterer gewesen.

So viele Kollegen auf einmal mit den gleichen Symptomen? Das machte die Sanitäter natürlich stutzig - deshalb wurden noch am Abend 80 weitere Mitarbeiter des Wiesn-Sicherheitsdienstes in drei Hotels an der Olof-Palme-Straße (Riem) untersucht. Dort wohnen die Leute, die nicht aus München stammen und extra für die Wiesn nach München kommen. Laut Feuerwehr stellte man tatsächlich bei 17 weiteren Mitarbeitern Magen-Darm-Beschwerden fest. Drei davon hatte es so schlimm erwischt, dass sie ebenfalls ins Krankenhaus mussten.

Waren Schinkennudeln mit Ei für diesen Einsatz verantwortlich? Die Sanitäter stehen vor einem Rätsel.

„Erkrankungen haben keine Auswirkungen auf Bewachung“

Die Ordner der Firma Kötter sind auf dem Oktoberfest zuständig für die Eingänge, den Zaun und die Taschenkontrollen. „Die Erkrankungen haben keine Auswirkungen auf die Bewachung des Oktoberfests“, sagt Gabriele Papke, Sprecherin des städtischen Wirtschaftsreferats. Und: „Die Ordnerpositionen können ausreichend besetzt werden.“

Ein Kötter-Sprecher sagt, dass das Unternehmen alles unternommen habe, um die Behörden rasch über die Krankheitsfälle zu informieren. Gleichzeitig seien Notfallpläne in Kraft getreten. Alle Betroffenen befänden sich bereits auf dem Weg der Besserung. Mit den Behörden und dem medizinischen Dienst versuche man nun, möglichst rasch die Ursachen für die Erkrankungen herauszufinden.

Was ist die Ursache?

Welcher Erreger kann das sein, der mehr als 20 Wachleute flachlegt? Dass Menschen wegen Magen-Darm-Beschwerden stationär behandelt werden müssen? Eventuell Salmonellen? ­Derzeit ist das noch nicht klar - Proben wurden genommen, die Labor­untersuchung laufen derzeit. Betroffen waren am Sonntagnachmittag ­ausschließlich Wachleute. Für ­Oktoberfestbesucher besteht diesbezüglich keine Gefahr.

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Wladimir Kaseko, Stefanie Wegele

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