Peter Inselkammer: Vom Kassier zum Armbrustschützenwirt

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Peter Inselkammer ist Wirt des Armbrustschützenzelts.

München - Wie sieht sein Alltag auf der Wiesn aus? Wer war sein prominentester Gast? Im Interview verrät Peter Inselkammer seine persönlichen Wiesn-Geheimnisse und -Anekdoten.

Hier lassen es die Schützen krachen: Im Armbrustschützenzelt gibt eine eigene Armbrustschützenanlage, an der sich auch Juniorwirt Peter Inselkammer ab und zu versucht. Im Interview spricht er über sein Zelt und echte Geheimtipps für Wiesn-Fans.

Mein Wiesn-Glücksbringer:

Ein vierblättriges Kleeblatt, das meine Eltern im Urlaub vor unserer ersten Wiesn als Wirte des Armbrustschützenzelts fanden.

Mein Wiesn-Ritual:

Familie Inselkammer

Nach dem Wirte-Einzug am ersten Tag begrüße ich alle Gäste und Mitarbeiter im Zelt und – ganz wichtig – verschaffe mir einen Überblick, ob alle Gäste ihr erstes Bier bekommen haben. Am letzten Tag bekommen alle Bedienungen und Mitarbeiter Rosen.

Mein Lieblingsplatz im Zelt:

Auf der Galerie Wildsau – in der ersten Reihe hat man den besten Überblick auf das volle Zelt.

Mein Wiesn-Geheimnis/-Geheimtipp:

Am Krug- und Souvenirstand vom Armbrustschützenzelt gibt es heuer Brezn-Haarnadeln und Hopfen-Hutstecker – fesch und einmalig!

Mein Wiesn-Spatzl:

Unsere mächtige Wildsau, die über allem argwöhnisch wacht und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Meine lustigste Wiesn-Anekdote:

Als meine Familie vor gut 20 Jahren erstmals das Armbrustschützenzelt führte, habe ich als Kassier in der Schänke mitgearbeitet. Am ersten Tag kam ein bayerisch gekleideter Herr in die Schänke und wollte ein Bier mitnehmen. Als ich ihm erwiderte, dass er sein Bier bei der Bedienung bestellen müsste, meinte er recht herrisch, er dürfe hier alles, denn er sei der Festwirt Peter Inselkammer. Daraufhin habe ich mich mit folgenden Worten vorgestellt: „Grüß Gott, Herr Festwirt, schön, dass wir uns endlich kennenlernen, ich wäre dann Ihr Sohn.“ Er hat sich schnell und grußlos verabschiedet.

Mein prominentester Wiesn-Besuch:

Bret Harris, Gunter Sachs, Günther Beckstein (als Ministerpräsident).

Mein Wiesn-Hit:

So a scheena Tag, Ein Prosit der Gemütlichkeit, Schickeria.

Mein typischer Wiesn-Tag:

Aufstehen zwischen 8 und 9 Uhr, ab 11 Uhr auf der Wiesn, Abrechnungauswertung vom Vortag prüfen, Reservierungen für den Tag durchgehen. Dann kommen Außentermine, Zeltrundgang, Erfahrungsaustausch mit Musik, Ordnerdienst, Bedienungen, Küche bezüglich des Vortags. Um 16 Uhr Kaffeepause, danach begrüße ich die Gäste und mache einen Rundgang durchs Zelt. Um 20 Uhr Abendessen mit der Familie, dann drehe ich noch mal eine Runde durchs Zelt. Von 22.30 bis etwa 1 Uhr kümmere ich mich um die Abrechnung. Schluss!

Mein Urlaubsziel nach der Wiesn:

Ötztal, Österreich.

Mein Wirte-Vorbild:

Der Steyrer Hans, der „bayerische Herkules“, der den (damals noch illegalen) Wirte-Einzug erfand.

Quelle: Oktoberfest live

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