Da fehlt doch was...

Löwenbräu: Zelt-Maskottchen hat Schwanz verloren

+
Hinten ohne: Der Löwe stand am Sonntag plötzlich ohne Anhang auf dem Balkon.

München - Moment mal – da fehlt doch was! Als Löwenbräuzelt-Wirt Wiggerl Hagn (74) am Sonntagmorgen um 8 Uhr auf der Wiesn ankommt, traut er seinen Augen kaum.

Über Nacht hat der riesige Löwe auf der Empore über dem Haupteingang sein bestes Stück verloren! „Ich bin gleich auf den Balkon hoch und habe ihn untersucht“, berichtet Wiggerl Hagn der tz. Und tatsächlich: Hinten am Löwen klafft ein großes Loch, der zwei Meter lange Schwanz liegt neben dem Löwen auf dem Boden. „Brüllen und saufen konnte er noch, aber mit dem Wedeln war es vorbei“, sagt Hagn. „So etwas haben wir in all den Jahren noch nie erlebt!“

Wiggerl Hagn am Hinterteil des schwanzlosen Löwen.

Seit 1949 brüllt das Maskottchen über dem Haupteingang. Anfangs war es nur eine flache Figur aus Sperrholz, seit den 70ern thront die 4,50 Meter hohe Figur aus Polyester und Pappmaché auf dem Balkon. Ein Mal pro Minute brüllt er das unverkennbare „Lööööööwenbräu!!“ und reibt sich dabei den Bauch – vor allem für Kinder ist das Markenzeichen des Löwenbräuzelts eine Attraktion. In all den Jahren lief der Löwe einwandfrei. Und jetzt fehlt dem stolzen König der Tiere ausgerechnet der entscheidende Anhang!

So sollte es eigentlich sein. Der Löwenbräu-Löwe mit Schwanz und Mass.

„Ein Löwe ohne Schwanz, das ist doch lächerlich“, stellt Hagn klar. Noch am Sonntagmorgen hat der Wirt deshalb seine Handwerker verständigt, die den Schwanz sofort in die Werkstatt brachten. Offenbar ist das Gelenk defekt, mit dem das Teil am Löwenhintern festgeschraubt ist – in einer Sonderschicht soll der Schwanz repariert werden. Wirt Wiggerl Hagn hat seine eigene Theorie: „Ich persönlich vermute ja, dass er zu viel getrunken und es mit dem Wedeln übertrieben hat.“ Ab dem heutigen Montag wird er seinen Löwen daher ganz genau im Auge behalten – da soll das Stück wieder an Ort und Stelle sein.

Christina Meyer

Quelle: Oktoberfest live

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare