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Oktoberfest 2022: „Hat auf den Deckel bekommen” – Was der Wiesn-Chef zum Bräurosl-Beben sagt

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Von: Leoni Billina, Sascha Karowski, Phillip Plesch

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Wirbel um das Bräurosl-Zelt auf dem Oktoberfest 2022
Wirbel um das Bräurosl-Zelt auf dem Oktoberfest 2022. © Götzfried

Die Premiere für den neuen Bräurosl-Wirt auf der Wiesn 2022 hätte besser laufen können. Oktoberfest-Chef Baumgärtner nimmt Stellung zum Zoff um das beliebte Festzelt.

München – Wenn’s brennt, schweigt auch der Wiesn-Chef nicht: Clemens Baumgärtner (CSU) äußerte sich am Mittwoch zu den Vorfällen rund um Wirt Peter Reichert und die Bräurosl: „Ja, jetzt hat er mal eine auf den Deckel bekommen. Aber er wird draus lernen und muss die Chance bekommen, es besser zu machen.“

Wiesn 2022: Baumgärtner äußert sich zum Zoff um das Bräurosl-Festzelt

Nun sei wichtig, dass es keine Vorverurteilung gebe, sagt der städtische Wirtschaftsreferent. Das Thema werde vorschriftsgemäß aufgearbeitet, verspricht Baumgärtner. „Wenn es Verstöße gibt, müssen wir das aus vertraglicher Situation bewerten, und dann könnten Vertragsstrafen drohen. Wir arbeiten den Sachverhalt auf, und es wird Gespräche geben.“ Die Inhalte daraus werde er aber nicht nach außen tragen: „Die bleiben vertraulich.“

Reichert ist heuer zum ersten Mal als großer Wiesn-Wirt auf dem Oktoberfest dabei. Er hatte sich auf das Zelt beworben, das vorher die Familie Heide betrieben hatte. Die Hacker-Brauerei vertraute Reichert die neue Bräurosl an. Mit der „Schönheitskönigin“ auf der Oiden Wiesn hatte er zuvor schon Erfahrung gesammelt.

Bräurosl-Zoff: Nicht zum ersten Mal in der Wiesn-Geschichte gibt es Ärger

Wirte und die Wiesn – da gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Ärger. Beispiel aus der Vergangenheit: 2014 stand Wirt Sepp Krätz (Hippodrom) vor dem Landgericht und wurde wegen Steuerhinterziehung in gewaltiger Höhe verurteilt. Er verlor daraufhin auch seine Zulassung für das Oktoberfest, Sigi Able erhielt als Nachfolger den Zuschlag für seinen Marstall.

Legendär ist eine Epoche um Wirte-Legende Richard Süßmeier, der in einem Streit mit dem damaligen KVR-Chef Peter Gauweiler (CSU) die Konzession verlor – nachdem er unter anderem vor versammelter Presse demonstrieren ließ, wie ein ganzes Hendl zu drei halben wurde.

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